Beamten hielten es für Cannabis: 53-Jähriger verbringt 15 Stunden hinter Gittern wegen Verwechslung

Großbritannien - Eine Polizeikontrolle entwickelte sich für einen 53-jährigen Briten zu einem traumatischen Erlebnis, als bei ihm vermeintliches Cannabis entdeckt wurde.

Die Beamten verwechselten Cannabis (l.) mit albanischem Bergtee (r.). (Symbolbilder)
Die Beamten verwechselten Cannabis (l.) mit albanischem Bergtee (r.). (Symbolbilder)  © Fotomontage: 123rf/mysteryshot. 123rf/bakalaerozz

Auf dem Vordersitz seines roten Vans hatte der Maler Agim Agaj (53) zwei große Plastikcontainer mit getrockneten Pflanzen stehen, als die Beamten ihn anhielten. Für die Beamten war sofort klar, dass es sich um Marihuana handeln muss.

Daraufhin nahmen die Beamten den 53-Jährigen fest, er wurde in Handschellen abgeführt. Denn er wurde verdächtigt, ein Drogendealer zu sein.

Bei dem angeblichen Marihuana handelte es sich allerdings um albanischen Bergtee, der nicht nur eine andere Farbe sowie einen anderen Geruch hat, auch die Blüten und Blätter sehen anders aus. Der gebürtige Albaner versuchte das Missverständnis vor Ort aufzuklären, jedoch ohne Erfolg.

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"Er sagte zu dem anderen Polizisten: 'Er hat Marihuana!' Ich sagte: 'Das sind keine Drogen. Das ist Bergtee!' Sie haben nicht zugehört. Sie haben mich einfach verhaftet. Der Tee sieht überhaupt nicht nach Gras aus. Es riecht überhaupt nicht nach Gras. Sogar ein Kind kann sehen, was Tee und was Cannabis ist", wird der Maler durch The Sun zitiert.

Den 53-Jährigen hatte der Vorfall besonders erschüttert, weil er zuvor noch nie Kontakt mit der Polizei gehabt hatte.

Agim Agaj verbrachte mehr als einen halben Tag in Gewahrsam

Agim Agaj (53) trinkt jeden Tag eine Tasse des albanischen Bergtees. (Symbolbild)
Agim Agaj (53) trinkt jeden Tag eine Tasse des albanischen Bergtees. (Symbolbild)  © 123rf/lanam7

Der berufstätige Maler verbrachte nach seiner Festnahme 15 Stunden in einer Zelle der lokalen Polizeistation. Für ihn eine nervenaufreibende und angsterfüllte Zeit. Denn schon die Kontrolle seines Wagens konnte er sich nicht erklären, geschweige denn seine Festnahme.

Nachdem die Beamten erkannt hatten, dass es sich tatsächlich nicht um eine illegale Substanz handelte, wurde er ohne Anzeige wieder freigelassen.

Agaj hatte so eine große Menge der getrockneten Pflanzen bei sich, weil er täglich mindestens eine Tasse des Kräutertees trinkt. Neben seinem Geschmack hat dieser auch zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften und gilt seit der Antike als eine Art Wundertee.

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Denn er lindert Schmerzen, hilft bei Erkältung und Verdauungsstörungen sowie Atemproblemen laut Moordestillerie.

Titelfoto: Fotomontage: 123rf/mysteryshot. 123rf/bakalaerozz

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