Drogenskandal im italienischen Profifußball: Funktionär half, sechs Tonnen Cannabis zu schmuggeln!

Rom - Nach dem Skandal um die mutmaßliche Verwicklung eines Funktionärs des italienischen Schiedsrichterverbandes in den Drogenhandel hat Italiens Fußballverband (FIGC) Konsequenzen gezogen.

Italiens Fußballverband muss wegen des Skandals nun den Schiedsrichterverband AIA übernehmen.
Italiens Fußballverband muss wegen des Skandals nun den Schiedsrichterverband AIA übernehmen.  © Filippo MONTEFORTE / AFP

Die Gerichtsbarkeit des Schiedsrichterverbandes AIA werde dem FIGC unterstellt, teilte der Fußballverband am Dienstag nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung mit.

Der AIA hatte zuvor seine eigene Strafverfolgung. Für die Umstrukturierung sei bis zum 15. Dezember Zeit.

Im italienischen Fußball sorgte in der vergangenen Woche ein groß angelegter Schlag der italienischen Polizei gegen den internationalen Drogenhandel für Aufsehen.

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Bei der Aktion nahmen die Beamten den obersten Strafverfolger des AIA fest.

Die Ermittler werfen ihm und etwa 40 anderen Verdächtigen aus Italien, Spanien und Albanien vor, zwischen 2019 und 2021 mehr als sechs Tonnen Marihuana und Haschisch zwischen Spanien und Italien geschmuggelt zu haben.

Funktionär des Schiedsrichterverbandes war bereits vorbestraft

Gabriele Gravina (69) ist der Chef des FIGC und muss sich nun um den entstandenen Skandal kümmern.
Gabriele Gravina (69) ist der Chef des FIGC und muss sich nun um den entstandenen Skandal kümmern.  © Ettore Ferrari/ANSA/AP/dpa

Der AIA-Funktionär soll laut Medienberichten zudem vorbestraft gewesen sein.

AIA nahm laut einer Mitteilung "mit Erstaunen und Bestürzung" Kenntnis von dem Fall. Von der kriminellen Vergangenheit des Mannes habe man nichts gewusst.

Der Verband sieht in den Taten ihres nunmehr Ex-Staatsanwalts "einen wahrhaftigen Verrat, der schwerwiegenden Schaden am Image des gesamten Verbandes verursachte".

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FIGC-Chef Gabriele Gravina sprach in der Sitzung am Dienstag von "Verbitterung und Erschütterung", die das Außenbild der Verbände und des italienischen Fußballs beschädige.

Die FIGC-Gerichtsbarkeit werde den Schiedsrichtern Kraft geben, begründete er die Entscheidung.

Titelfoto: Filippo MONTEFORTE / AFP

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