Dresden - Trotz Entscheidung des Begleitgremiums für den LAP-Carolabrücken-Entwurf, der auch durch verwirrende Verfahrensrisiko-Äußerungen der Verwaltung zustande gekommen war, kann der Stadtrat am 3. September frei entscheiden. Die CDU hat sich jetzt festgelegt.
Die Fraktion hörte sich noch einmal alle vier Planerbüros in einer Sondersitzung an und entschied sich anschließend für den FHECOR/TSSB-Entwurf, der die Stichwahl im Begleitgremium vergangene Woche mit 12 zu 14 Stimmen knapp verloren hatte.
Die Dresdner hatten den Entwurf im "CarolaVOTE" knapp vor LAP gesehen. "Ausschlaggebend war für uns das Bürgervotum für die schlankeste Brückenlösung mit Bögen und Balkonen, die sich auch nach unserer Auffassung großartig in unsere Stadt einfügt", sagt CDU-Stadträtin Bettina Kempe-Gebert (61).
Mit möglichen Genehmigungs- und Umweltrisiken des Entwurfs, insbesondere hinsichtlich Brückenhöhe und zusätzlichem Pfeiler, müsse in der weiteren Planung umgegangen werden. Dafür gebe es verschiedene Möglichkeiten.
Am Entscheidungstag wird im Stadtrat ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.
71 Stimmen entscheiden
Tendenziell unterstützt das Mitte-Rechts-Lager, das im Rat eine knappe Mehrheit hat, den FHECOR/TSSB-Entwurf, während das Mitte-Links-Lager den LAP-Entwurf vorzieht.
Die Verwaltung hatte zuletzt für LAP votiert, OB Dirk Hilbert (54, FDP) hat im Stadtrat eine von insgesamt 71 Stimmen.