St. Paul (USA) - Wegen widerlichen Verhaltens muss sich eine College-Lehrkraft im US-Bundesstaat Minnesota vor Gericht verantworten. Eine Studentin war von einem Vorfall am 5. Dezember 2025 regelrecht angepisst und meldete diesen den Behörden.
Wie die New York Post schreibt, hatte die namentlich nicht genannte junge Frau kurz das Wissenschaftszentrum am Macalester College verlassen.
Als sie nach wenigen Minuten wiederkehrte, bemerkte sie Spuren von Urin an ihrem Rucksack, in dem sich Privateigentum befand.
Sie beschuldigte die Lehrkraft Paul Fischer (55), der seit mehr als 25 Jahren an der US-Uni unterrichtete, da er sich in unmittelbarer Nähe befunden hatte.
Die Schülerin war erzürnt, weil durch die Körperflüssigkeit ein Sachschaden von umgerechnet rund 1790 Euro angerichtet worden war.
Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Im Zuge dessen stellte sich heraus, dass bereits sechs andere Puller-Eklats vorgefallen waren.
Urin-Spuren fanden sich im Schulgebäude nicht nur in den Klos, sondern auch in Mülleimern, Wasserflaschen und teilweise sogar auf Deko wieder.
Urin-Vorfälle an US-College: Paul Fischer drohen mehrere Jahre Haft
Als Paul Fischer von den Ermittlern befragt wurde, erklärte er, dass er in den letzten zwei Jahren die Angewohnheit entwickelt hatte, in Becher zu urinieren.
Den Flüssig-Inhalt hatte er anschließend in den Abfallbehältern der Uni oder in den Spülbecken der naturwissenschaftlichen Labore verteilt. Der 55-Jährige räumte ein, dass er dabei wohl den Rucksack beschmutzt habe.
Gegenüber CBS Minnesota teilte das Macalester College mit, dass die Anstellung von Paul Fischer im Studienjahr 2025/2026 mit einem Rücktritt des Betroffenen endete.
Ab November muss sich der Ex-Prof. wegen Sachbeschädigung vor Gericht erklären.
Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 9000 Euro.