Hantavirus-Ausbruch: So geht es der deutschen Kontaktperson in NRW-Uniklinik

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Annette Birschel

Düsseldorf - Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" beschäftigt weiterhin die Gesundheitsbehörden in mehreren Ländern.

In einem Hafen auf den Kapverden wurden die Patienten durch Gesundheitspersonal in Schutzkleidung vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" evakuiert.
In einem Hafen auf den Kapverden wurden die Patienten durch Gesundheitspersonal in Schutzkleidung vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" evakuiert.  © Misper Apawu/AP/dpa

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde das Hantavirus inzwischen bei fünf Infizierten nachgewiesen, hinzu kommen weitere Verdachtsfälle. Bei dem Ausbruch starben bislang drei Menschen, ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden sowie eine Frau aus Deutschland.

In der Uniklinik Düsseldorf wird derzeit eine Passagierin der "Hondius" untersucht, die neben zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen wurde.

Nach Angaben eines Kliniksprechers gibt es keine Hinweise auf eine Infektion bei ihr, aufgrund der sehr unterschiedlichen Inkubationszeit seien jedoch zusätzliche Untersuchungen erforderlich. Deshalb würden die Schutzmaßnahmen vorsorglich aufrechterhalten, so der Sprecher.

Erster Todesfall: Horror-Erreger Nipah-Virus ausgebrochen
Epidemien Erster Todesfall: Horror-Erreger Nipah-Virus ausgebrochen

Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums soll die 65-jährige Deutsche, die nun in der Uniklinik ist, in engem Kontakt mit der deutschen Frau gestanden haben, die an Bord gestorben war.

Ursprung der Infektionen in Argentinien gesucht

Üblicherweise werden Hantaviren durch infizierte Ratten oder Mäuse übertragen. (Symbolfoto)
Üblicherweise werden Hantaviren durch infizierte Ratten oder Mäuse übertragen. (Symbolfoto)  © Holger Hollemann/dpa

Forscher in Argentinien sollen nun die Frage nach dem Ursprung der Infektionen klären.

In Ushuaia ganz im Süden des Landes, wo die "Hondius" am 1. April in See gestochen war, sollen Nagetiere eingefangen und auf das Virus untersucht werden, wie die Regierung in Buenos Aires mitteilte.

Hantaviren werden üblicherweise durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen.

Masern-Welle bei unseren Nachbarn: Kommt das hochansteckende Virus bald zu uns?
Epidemien Masern-Welle bei unseren Nachbarn: Kommt das hochansteckende Virus bald zu uns?

Nach WHO-Einschätzung handelt es sich bei dem auf dem Kreuzfahrtschiff festgestellten Infektionen um den Andes-Typ der Virengruppe, bei dem auch Infektionen zwischen Menschen möglich sind.

Das niederländische Paar, das die ersten Symptome zeigte und später an der Infektion starb, war laut argentinischer Regierung bereits 2025 in der Region unterwegs gewesen.

Titelfoto: Misper Apawu/AP/dpa

Mehr zum Thema: