Brandanschlag auf Bundeswehr-Laster in Barleben? Jetzt taucht ein Bekennerschreiben auf
Barleben - Nach dem Brand von drei Bundeswehr-Lastwagen in Barleben (Landkreis Börde) ist ein mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht.
Wie die Volksstimme berichtet, soll eine linksextremistische Gruppe die Tat für sich beansprucht haben. Demnach soll das Schreiben am 1. Oktober auf der oft von linksextremen Gruppen genutzten Plattform Indymedia veröffentlicht worden sein.
Darin bekennt sich eine Gruppe mit dem Namen "Rote Arbeiter Aktionsgruppe Ulrike Meinhof" zu dem Brand und stellt die Tat als Protest gegen die militärische Aufrüstung dar. Die Aktion wurde sogar als eigene "Abrüstungsinitiative" betitelt.
Ob das Schreiben echt ist, haben die Ermittler bislang nicht bestätigt. Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen derzeit weiter an.
In der Nacht zum 24. September waren auf dem Gelände einer MAN-Werkstatt in Barleben drei Lastwagen der Bundeswehr in Brand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde damals eine Warnmeldung für Barleben und umliegende Gebiete herausgegeben.
Nach den Löscharbeiten erklärte das Landeskriminalamt (LKA) zunächst, dass keine Hinweise auf ein politisches Motiv vorlägen. Das nun aufgetauchte Schreiben bringt jedoch eine neue mögliche Erklärung ins Spiel.
Ähnliche Brände in anderen Städten
Neben dem Vorfall in Barleben sollen auch in anderen Städten Bundeswehr-Lkw auf Werkstattgeländen angezündet worden sein. In Berlin-Spandau brannten im März 2025 sieben Fahrzeuge auf einem umzäunten MAN-Gelände. Ein mutmaßlich linksextremistisches Bekennerschreiben folgte dort am nächsten Tag.
Im Juni desselben Jahres wurden außerdem sechs Bundeswehr-Lastwagen auf dem Gelände einer Werkstatt in Soltau in Brand gesetzt. Auch dazu erschien ein anonymes Schreiben auf der Plattform. In Erfurt kam es im selben Monat zu einem weiteren Brand von Bundeswehr-Fahrzeugen.
Ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, ist damit nicht bestätigt.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Feuerwehr Barleben
