Von Frederick Mersi
Aschaffenburg - Gas-Alarm am Güterbahnhof Aschaffenburg: Aus einem Kesselwagen trat am Donnerstag das Edelgas Argon aus. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an Kräften aus, darunter Einheiten eines ABC-Gefahrgut-Zuges. Keine zwei Stunden später kam die Entwarnung, das Leck konnte abgedichtet werden, eine Gefahr für Anwohner bestand nach Angaben der Stadt nicht.
Die betroffene Bahnstrecke, die zeitweise gesperrt war, wurde für den Verkehr wieder freigegeben.
Warum das geruchlose Gas Argon austrat, war zunächst unklar. Argon ist nicht giftig, kann aber in schlecht belüfteten Räumen den Sauerstoff verdrängen und dadurch zum Erstickungsrisiko werden.
Nach dem Alarm war zunächst die Feuerwehr angerückt, weil an dem Wagen eine weiße Wolke zu sehen und man zunächst von einem Brand ausgegangen war. Dann habe es aber Hinweise auf Gas gegeben, hieß es.
Aufgrund der veränderten Lage wurden durch die Feuerwehr weitere Einheiten eines ABC-Gefahrgut-Zuges nachgefordert. Das betroffene Gebiet wurde untersucht und der Kesselwagen abgedichtet. Parallel dazu fanden Messungen statt, die keine Hinweise auf eine gefährliche Konzentration in der Luft ergaben.
Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde wegen des Einsatzes der Abschnitt zwischen Aschaffenburg Hauptbahnhof und Laufach zeitweise gesperrt. Züge aus Richtung Würzburg fuhren bis Laufach und endeten dort. Züge aus Richtung Frankfurt am Main wurden zurückgehalten. Ein Ersatzverkehr zwischen Aschaffenburg und Laufach wurde eingerichtet.
Erstmeldung vom 24. September, 11.37 Uhr, aktualisiert um 12.32 Uhr.