Flammeninferno in Mittelsachsen: Gleich zwei Strohballen-Brände in einer Nacht
Erlau/Mittweida - Hier wütete offenbar ein Feuerteufel! In der Nacht auf Montag kam es in Mittelsachsen zu zwei Strohballen-Bränden innerhalb kürzester Zeit. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Dabei werden beunruhigende Erinnerungen wach: Bereits vor genau einem Jahr sorgte eine unheimliche Strohballen-Brandserie in Mittelsachsen für Aufsehen.
Gegen Mitternacht wurde die Feuerwehr zunächst nach Erlau in die Aitzendorfer Straße gerufen. Dort standen 120 Strohballen lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr ließ das Feuer kontrolliert abbrennen.
"Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 3000 Euro geschätzt", teilt eine Polizeisprecherin mit. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Kurz darauf der nächste Brand - diesmal in Mittweida. An der Königshainer Straße/Pappelallee ging gegen 0.50 Uhr ein Strohballen-Lager in Flammen auf.
Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindern, zog die Ballen auseinander und löschte die letzten Glutnester. "Insgesamt zwölf Strohballen wurden infolge des Brandes beschädigt", teilt die Polizei mit. Auch bei diesem Vorfall wurde niemand verletzt.
"Der entstandene Sachschaden beziffert sich auf rund 300 Euro", heißt es abschließend.
Feuerteufel unterwegs? Polizei prüft Zusammenhänge zwischen Strohballen-Bränden
Die Polizei ermittelt nun, ob es einen Zusammenhang zwischen den Strohballen-Feuern gibt.
Nicht unwahrscheinlich: Die beiden Brandorte liegen etwa 15 Kilometer voneinander entfernt. Zudem kam es bereits im vergangenen Jahr zu einer unheimlichen Strohballen-Brandserie in Mittelsachsen. Damals gingen immer wieder Strohballen in Flammen auf - ebenfalls im August!
Übrigens: Für die Landwirte sind derartige Brände ein finanzielles Desaster. Oftmals ist ein ganzer Jahresvorrat futsch. Stroh wird das ganze Jahr über für Nutztiere im Stall verwendet, ist unverzichtbar.
Erstmeldung: 24. August, 9.14 Uhr, zuletzt aktualisiert: 13.17 Uhr
Titelfoto: EHL Media/Dietmar Thomas
