Kehlsteinhaus abgebrannt: Tatverdächtiger (33) in Psychiatrie, das ist über den Mann bekannt

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Berchtesgaden - Am Freitagabend geriet das Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Brand und wurde dabei vollständig zerstört. Ein Motorradfahrer soll das Feuer gelegt haben – und befindet sich nun in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Das Kehlsteinhaus wurde vollkommen zerstört.
Das Kehlsteinhaus wurde vollkommen zerstört.  © Jason Tschepljakow/dpa

Der 33-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Berlin geriet während der ersten Maßnahmen am Kehlsteinhaus in den Fokus der Ermittler, so das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten den Mann kurz nach Ausbruch des Brandes im näheren Umfeld festgestellt. Gegen 21.45 Uhr wurde er vorläufig festgenommen. Die im weiteren Verlauf gewonnenen Erkenntnisse verdichteten den Verdacht, dass der 33-Jährige das Feuer vorsätzlich gelegt haben könnte.

Er wurde am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Aufgrund einer diagnostizierten psychischen Erkrankung wurde die vorläufige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Etliche Verletzte nach Säureaustritt: Feuerwehr im Gefahrguteinsatz
Feuerwehreinsätze Etliche Verletzte nach Säureaustritt: Feuerwehr im Gefahrguteinsatz

Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Traunstein geführt.

Das Kehlsteinhaus auf 1834 Metern Höhe ist seit 1952 eine Berggaststätte ...
Das Kehlsteinhaus auf 1834 Metern Höhe ist seit 1952 eine Berggaststätte ...  © Polizeipräsidium Oberbayern Süd
... erbaut wurde es 1937/38 während der NS-Zeit und sollte als politischer Repräsentationsort dienen.
... erbaut wurde es 1937/38 während der NS-Zeit und sollte als politischer Repräsentationsort dienen.  © Polizeipräsidium Oberbayern Süd
In der Nacht zum Sonntag musste die Feuerwehr erneut Glutnester löschen.
In der Nacht zum Sonntag musste die Feuerwehr erneut Glutnester löschen.  © 7aktuell.de | Ferdinand Dörfler-Farthofer

Glutnester halten die Feuerwehr auf Trab

Gegen 21.15 Uhr am Freitagabend wurde die Feuerwehr zum Kehlsteinhaus gerufen. Zahlreiche Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, auch in der darauffolgenden Nacht zum Sonntag flammten kleinere Glutnester immer wieder auf, sodass die Feuerwehr erneut ausrücken musste.

Der betroffene Bereich bleibt weiterhin für die Öffentlichkeit gesperrt. Zudem gilt dort derzeit ein Flugverbot für Drohnen.

Wanderer und Bergsteiger werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umgehen.

Titelfoto: Jason Tschepljakow/dpa

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