Waldbrand in Sachsen: Feuerwehr beendet Löscharbeiten im "Schwarzen Holz"

Plauen - Es war der größte Waldbrand der Region seit drei Jahrzehnten: Vor einer Woche brach im Waldgebiet "Schwarzes Holz" im Bereich des Touristenwegs bei Meßbach in der Nähe von Plauen (Vogtland) ein verheerender Waldbrand aus. Tagelang kämpften Einsatzkräfte unermüdlich erst gegen die Flammen und dann gegen noch bestehende Glutnester. Regenfälle am Sonntag sorgten dann endlich für Entspannung. Am Mittwoch konnten die Löscharbeiten dann beendet werden.

19. August, 13 Uhr: Feuerwehr beendet Löscharbeiten im "Schwarzen Holz"

Aufatmen in Plauen! Die Löscharbeiten im "Schwarzen Holz" sind beendet.  © dpa/Bodo Schackow

Die Feuerwehr hat die Löscharbeiten im Bereich des "Schwarzen Holzes" beendet. In Abstimmung mit dem Waldbesitzer wird die Situation weiterhin kontrolliert, um bei Bedarf kurzfristig eingreifen zu können.

Der Waldbesitzer führt derzeit die Beräumung des betroffenen Waldgebietes fort und beseitigt entstandene Schäden. Dabei kommt auch schweres Forstgerät zum Einsatz.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises zum Betretungsverbot des "Schwarzen Holzes" bleibt bis auf Weiteres in Kraft. "Das Betreten des Waldgebietes ist aus Sicherheitsgründen weiterhin untersagt", betont die Stadt Plauen.

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Auch für die Feuerwehr ist der Einsatz noch nicht vollständig abgeschlossen. Der Rückbau der eingesetzten Technik sowie die Reinigung und Wartung des umfangreichen Materials werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Oberbürgermeister Steffen Zenner bedankt sich bei allen Beteiligten von den Freiwilligen Feuerwehren, der Berufsfeuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Katastrophenschutz, dem Rettungsdienst, der Polizei oder dem Kreisbrandmeister des Vogtlandkreises. "Diese Sonderlage zeigt einmal mehr, wie wichtig das behördenübergreifende Zusammenspiel in solchen Situationen ist. Die Witterung mit Wind und hohen Temperaturen stellte bei der Brandbekämpfung eine Anforderung dar, die nur gemeinsam bewältigt werden konnte."

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17. August, 14.30 Uhr: Situation im Plauener Waldgebiet entspannter

Noch immer besteht das Risiko von verbleibenden Glutnestern.  © Mike Müller/dpa

In Plauen war die Freude groß, als es endlich wieder zu regnen anfing. Nun sei die Situation im Waldgebiet deutlich entspannter, Wachsamkeit bleibe aber jedoch weiterhin geboten, teilte die Stadt am Montagmittag mit.

Denn noch reicht der Regen den Einsatzkräften nicht aus. Das Risiko von verbleibenden Glutnestern oder potenziellen neuen Einsatzlagen (bedingt durch die anhaltende Trockenheit der Vormonate) besteht weiterhin. Deswegen bleibt das Gebiet vorerst weiter unter Beobachtung.

Die Zahl der Einsatzkräfte wurde dafür jedoch drastisch reduziert. "Aktuell sind nur noch rund zehn Personen im Gebiet, die in den kommenden Schritten perspektivisch auf eine reine Kontrolltätigkeit übergehen werden", hieß es von der Stadt weiter.

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Zudem werden die im gesamten Einsatzgebiet verstreuten Kreisregner und technischen Großgeräte derzeit eingesammelt, geprüft und gereinigt.

16. August, 12.45 Uhr: Erleichterung bei Einsatzkräften, Nachlöscharbeiten am Boden laufen weiter

Noch immer finden Löscharbeiten am Boden statt.  © Stadt Plauen

Erleichterung bei den Einsatzkräften im Waldgebiet "Schwarzes Holz" in Plauen/Meßbach! Wie die Stadt Plauen am Sonntagnachmittag mitteilt, ist ein Großteil der intensiven Brandbekämpfung geschafft.

Noch ist der Einsatz allerdings nicht beendet, die Löscharbeiten dauern weiterhin an. Am Boden wird nun weiterhin nach verbliebenen Hitzespots gesucht. "Mit Haken, Schaufeln und Löschrucksäcken werden tiefer liegende Glutnester im Unterholz freigelegt und gezielt abgelöscht", heißt es weiter.

Oberbürgermeister Steffen Zenner, der Chef des Brandschutzes Patrick Heinritz, der Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung René Schreiter sowie Waldbesitzer Dr. Michael Sachse danken allen Beteiligten ausdrücklich für ihren harten sowie intensiven Einsatz.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises zum Betretungsverbot des "Schwarzen Holzes" gilt nach wie vor! Das Betreten des Waldgebietes ist aus Sicherheitsgründen untersagt.

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16. August, 7.34 Uhr: Lage entspannt sich

Seit dem Ausbruch des Feuers am vergangenen Dienstag kämpften die Einsatzkräfte unermüdlich gegen die Glutnester in dem rund sieben Hektar großen Waldgebiet "Schwarzes Holz", um die Fläche brandfrei zu bekommen.  © Stadt Plauen

Die Stadt Plauen zieht am Sonntagmorgen ein positives, wenn auch weiterhin vorsichtiges Zwischenfazit: "Die intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten hat dazu geführt, dass sich die Lage mittlerweile maßgeblich entspannt hat."

Da nun weniger Löschwasser gebraucht wird, konnte das Technische Hilfswerk (THW) die stabile Wasserleitung zum Teich in Taltitz abbauen. Zur Sicherheit bleibt aber ein Behältnis mit einem Fassungsvermögen von 21.000 Litern vor Ort.

In der Nacht hinweg wurden vereinzelte Glutnester lokalisiert und abgelöscht. Parallel dazu setzte der Waldbesitzer am Samstag seine Aufräumarbeiten mit schweren Forstmaschinen fort.

Am Samstag und in der Nacht zu Sonntag gab es im Einsatzgebiet kaum noch nennenswerte Feststellungen.

Die Lage bleibt laut Einsatzleiter Patrick Heinritz auch in den kommenden Stunden unter Beobachtung, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.

"Das Wetter sollte uns heute in die Karten spielen. Seit den Morgenstunden regnet es, was die Lage weiter entspannt. Und: die nächtlichen Kontrollgänge und Drohnenflüge haben bestätigt: Es wurden keine neuen Brandherde entdeckt, die Einsatzkräfte konnten die Nachlöschmaßnahmen erfolgreich fortsetzen", so der Einsatzleiter.

15. August, 7.48 Uhr: Brandbekämpfung kommt voran, Einsatzkräfte reduziert

Schweres Forstgerät kommt am Samstag erneut zum Einsatz, um Zugänge zu schaffen und Schneisen zu beräumen.  © Stadt Plauen/mho

Die Brandbekämpfung verläuft weiterhin erfolgreich. Wie die Einsatzleitung am Samstagmorgen mitteilte, konnte die Anzahl der Einsatzkräfte vor Ort reduziert werden.

Am Samstag sind weiterhin gezielte Nachlöscharbeiten und der Schutz von Jungbeständen geplant. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Bekämpfung von verbliebenen Glutnestern.

Es kommen erneut spezialisierte Techniken wie schweres Forstgerät oder auch Kreisregner zum Einsatz.

14. August, 16.13 Uhr: Einsatzkräfte bleiben vor Ort und bekämpfen Glutnester

Die Löscharbeiten im "Schwarzen Holz" zeigen weiterhin die gewünschte Wirkung.  © Ellen Liebner

Die Löscharbeiten im zeigen laut Stadt weiterhin die gewünschte Wirkung. Es werden weiterhin Glutnester bekämpft.

"Obwohl die Temperaturen und der Wind im Tagesverlauf zunehmen, kam es bislang weder zu einem erneuten Aufflammen noch zu einer weiteren Ausbreitung des Feuers", heißt es weiter.

In der Nacht bleiben circa 20 bis 25 Feuerwehrkräfte vor Ort. Auch am Samstag werden Einsatzkräfte die verbliebenen Glutnester weiter bearbeiten. Die Zahl der Feuerwehrleute wird schrittweise reduziert.

Die Lage bleibt allerdings wegen der angekündigten hohen Temperaturen, der trockenen Böden und des Windes angespannt.

Die über die Warn-App NINA veröffentlichte Warnung vor Rauchbelästigung konnte inzwischen aufgehoben werden.

14. August, 11.57 Uhr: Städtelauf Plauen-Hof führt über geänderte Route

Wegen des Großbrandes und Feuerwehreinsatzes nahe der B173 musste der Streckenverlauf des Städtelaufes im Stadtgebiet Plauen für Samstag angepasst werden.

Die neue Strecke führt laut der Stadt Plauen großzügig um das Einsatzgebiet herum. Start bleibt der Concordia-Sportplatz, die Strecke führt dann weiter über den Elsterradweg nach Straßberg und Kürbitz weiter nach Schwand.

Auf der Website des Veranstalters ist die neue Strecke einsehbar.

Bürgermeisterin Kerstin Wolf: "Die Sicherheit aller Läuferinnen und Läufer sowie der Helfenden hat für uns oberste Priorität. Durch das schnelle Handeln unserer Behörden konnten wir die Route kurzfristig verlegen. Der Städtelauf findet statt - und die neue Strecke bietet eine wunderbare Gelegenheit, unsere Stadt aus einer ganz neuen, ebenso reizvollen Perspektive zu entdecken."

14. August, 10.45 Uhr: Auch am Wochenende Einsatzkräfte vor Ort

Am Freitagmorgen wurden Drohnenbilder ausgewertet.  © Stadt Plauen/mho

Am Freitagmorgen wurde die Lage im "Schwarzen Holz" erneut bewertet und mit den Drohnen- und Wärmebildern von oben abgeglichen.

Laut Stadt ist der heutige Plan für die Löscharbeiten, weiterhin mit Rohren und dem Einsatz von Kreisregnern Glutnester, Rest-Ablöschungen und aufflammendes Material zu bekämpfen.

Auch schweres Gerät kommt hier erstmals zum Einsatz: "Ein Forstrüttelgerät sowie eine Bodenfräse unterstützen die Arbeiten, sodass kontinuierlich Seitenränder und auch tief brennendes Material wie Baumstümpfe beseitigt und liquidiert werden können", so Patrick Heinritz, Fachgebietsleiter Brandschutz.

Circa 120 Personen sind im Einsatz, die Löschhubschrauber heute nicht.

Die Anzahl der Einsatzkräften soll schrittweise reduziert werden, wenn nicht steigende Temperaturen, Wind oder ein erneutes Auffachen des Feuers für eine Planänderung sorgen.

"Eine Prognose, wie lange der Einsatz noch andauern wird, ist schwierig zu stellen. Über das Wochenende soll jedoch ein verminderter Kräftemitteleinsatz weiterhin präsent sein", heißt es weiter.

14. August, 7.49 Uhr: Aufflammende Glutnester in der Nacht bekämpft

Auch am Freitag dauern die Löscharbeiten noch an.  © Stadt Plauen/mho

Das Feuer im Schwarzen Holz hält die Einsatzkräfte mittlerweile den vierten Tag in Atem.

In der Nacht zum Freitag waren erneut rund 130 Kräfte im Einsatz, die frisch aufflammende Glutnester bekämpften.

Wie es am Freitag weitergeht, wird die Stadt Plauen zeitnah bekanntgeben.

Dr. René Schreiter, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung appelliert an die Bevölkerung: "Der Schulanfang an diesem Wochenende ist für viele Familien in unserer Stadt ein wunderbarer und bedeutender Anlass, den wir jedem von Herzen gönnen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Waldbrandlage richten wir jedoch einen dringenden Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Bitte verzichten Sie in diesem Jahr konsequent auf private Feuerwerke und Pyrotechnik."

Anwohner stellten an der Unterlosaer Straße ein Schild auf, um den Einsatzkräften zu danken.  © Stadt Plauen/rs

13. August, 18.03 Uhr: Weitere Unterstützung aus anderen Landkreisen angekommen

Sogenannte Kreisregner bewässern die Flächen kontinuierlich.  © Landratsamt Vogtlandkreis

Es gibt weitere Unterstützung bei der Bekämpfung des Großbrandes.

Insgesamt 44 sogenannte Kreisregner werden aus dem Landkreis Bautzen zur Verfügung gestellt. Damit können die Flächen kontinuierlich bewässert werden um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Der Erzgebirgskreis unterstützt mit zusätzlichem Handwerkszeug zur Bodenbearbeitung, darunter Löschrucksäcke und Wiedehopfhacken. Mit den Werkzeugen sollen Glutnester erreicht werden.

Bereits seit Mittwoch sind inzwischen mehr als 40 Einsatzkräfte aus dem Katastrophenschutz des Vogtlandkreises eingebunden.

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