Feuer in der Gohrischheide brennt weiter: Zweiter Löschhubschrauber im Einsatz

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Von Lea Marie Kläsener, Daniel Josling

Zeithain - Feuerwehrleute haben in der Nacht zum Sonntag weiter gegen die Flammen in der Gohrischheide gekämpft. Inzwischen ist ein zweiter Löschhubschrauber zum Einsatz gekommen.

Der Waldbrand in der Gohrischheide könnte sich am Sonntag noch ausbreiten.
Der Waldbrand in der Gohrischheide könnte sich am Sonntag noch ausbreiten.  © Sebastian Willnow/dpa

Man konnte das Feuer auf einem eingeschlossenen Abschnitt halten, wie Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (48, parteilos) am Sonntagmorgen mitteilte.

Mit ansteigenden Temperaturen und aufkommendem Wind im Tagesverlauf gehe man aber davon aus, dass das Feuer noch einmal aufflammen werde.

Insgesamt brannten laut Pollmer in der Gohrischheide 16 Hektar Fläche ab. Das hätten neue Messungen ergeben. Zuvor war von knapp 40 Hektar die Rede gewesen. Das Gebiet im Landkreis Meißen ist munitionsbelastet, was Löscharbeiten erschwert.

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Das Ziel sei am heutigen Sonntag, den Brand weiter auf dem eingeschlossenen Abschnitt zu halten. Inzwischen seien zwei Löschhubschrauber im Einsatz. Das verbessere die Bekämpfung der einzelnen Brandherde deutlich, sagte Feuerwehrsprecher Raiko Riedel auf Anfrage. Die Einsatzkräfte seien zuversichtlich, dass sich das Feuer auch bei aufkommendem Wind in Schach halten lasse.

An der Lage selbst habe sich Stand Sonntagnachmittag nichts geändert. Das Feuer sei weiter eingegrenzt, könne auf der munitionsbelasteten Fläche aber nicht direkt bekämpft werden. Die beiden Hubschrauber löschten die Brandnester aus der Luft.

Hunderte Einsatzkräfte sind immer noch vor Ort.
Hunderte Einsatzkräfte sind immer noch vor Ort.  © Robert Michael/dpa
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Stärkere Winde könnten die Feuer anfachen.
Stärkere Winde könnten die Feuer anfachen.  © Robert Michael/dpa

Zeithains Bürgermeister rechnet mit Verschärfung der Lage

Die Flammen werden auch aus der Luft bekämpft.
Die Flammen werden auch aus der Luft bekämpft.  © Robert Michael/dpa

Ein gepanzertes Löschfahrzeug aus Sachsen-Anhalt war laut Pollmer bereits am Samstagabend eingetroffen und half in der Nacht beim Löschen. Am Sonntagmorgen waren 200 Feuerwehrleute im Einsatz, im Verlauf des Tages sollten weitere dazukommen.

Die Einsatzkräfte warten jetzt auf die weitere Wetterentwicklung. Der für den Nachmittag vorhergesagte starke Wind sei bislang ausgeblieben. Ob ein möglicher Wetterumschwung Regen oder lediglich stärkere Böen bringe, lasse sich derzeit noch nicht sagen. "Wir sind guter Dinge, dass wir da selbst bei Wind wenig Probleme kriegen", sagte Riedel.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Waldbrand die Feuerwehr auch in der Nacht zum Montag noch beschäftigen werde. Ortschaften waren von dem Feuer zunächst nicht bedroht.

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Der Waldbrand hatte sich am Samstagnachmittag entwickelt und schnell ausgebreitet. Erst vor einem Jahr hatte es in der Gohrischheide den größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben.

Erstmeldung: 28. Juni, 10.11 Uhr, Update: 16.56 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa

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