Drama über Sachsen: Pilot muss notlanden und kracht auf Wiese
Hohnstein (Sächsische Schweiz) - Schreckliche Szenen am Donnerstagabend in der Sächsischen Schweiz: Nahe Waitzdorf bei Hohnstein musste ein Ultraleichtflugzeug notlanden und krachte auf eine Wiese. Der 50-jährige Pilot überlebte das Unglück schwer verletzt.
Es war gegen 19.50 Uhr, als Anwohnern das Flugzeug auffiel. Die Maschine flog ungewöhnlich tief über die Dächer des Dorfes.
Wie die Polizei gegenüber TAG24 bestätigte, war der Grund ein technischer Defekt. Der Pilot versuchte daraufhin, seine Maschine auf einer Wiese an der Waitzdorfer Höhe notzulanden.
Doch das Manöver misslang komplett. Das Ultraleichtflugzeug wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, im Motorraum brach sofort ein Feuer aus.
Laut TAG24-Infos sollen zwei Einwohner geistesgegenwärtig sofort reagiert haben. Sie eilten zur Absturzstelle und bekämpften die Flammen mit Feuerlöschern. Dadurch verhinderten sie, dass sich der Brand weiter ausbreitete.
Pilot mit Glück im Unglück
Wenig später rollte eine riesige Welle an Rettungskräften an. Insgesamt 49 Kameraden von den umliegenden Freiwilligen Feuerwehren sowie der Rettungsdienst und die Polizei waren im Großeinsatz.
Der Pilot hatte trotz schwerer Verletzungen großes Glück im Unglück. Er war nach dem Crash ansprechbar und berichtete den Rettern selbst von den technischen Problemen in der Luft. "Ein Rettungshubschrauber flog den schwerverletzten Mann in eine Klinik", heißt es von der Polizei.
Die Polizeidirektion Pirna und Beamte der Fahndungsgruppe Grenze nahmen vor Ort die Ermittlungen zur genauen Unfallursache auf. Der Sachschaden beträgt rund 50.000 Euro, wie die Behörde mitteilte.
Titelfoto: Marko Förster
