Flugfest im Harz: Ultraleichtflugzeug stürzt vor Landebahn ab
Hasselfelde - Nur einen Tag nach dem Fehlalarm um einen möglichen Flugzeugabsturz hat es am Flugplatz Hasselfelde (Landkreis Harz) tatsächlich einen Unfall gegeben. Ein 72-jähriger Pilot kam dabei mit dem Schrecken davon.
Der Mann war am Samstagmittag mit seinem Ultraleichtflugzeug vom Typ Ikarus C42 beim Flugfest "Wildwest-Fly-In" unterwegs, teilte das Polizeirevier Harz mit.
Gegen 12.33 Uhr verunglückte die Maschine beim Landeanflug in einer Geländesenke direkt vor der dortigen Landebahn.
Der Pilot gab gegenüber den Beamten an, dass Rückenwind geherrscht habe. Vermutlich sei das Flugzeug durch eine Windböe während des Anflugs nach unten gedrückt worden, hieß es.
Der 72-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern konnte die beschädigte Maschine selbstständig verlassen. Er blieb unverletzt.
Das Flugzeug dürfte dagegen nicht mehr abheben. Nach ersten Erkenntnissen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Den Neuwert beziffert die Polizei auf rund 20.000 bis 25.000 Euro.
Die Feuerwehr Hasselfelde rückte mit 25 Einsatzkräften an und barg die Maschine aus der Senke. Auswirkungen auf den weiteren Flugbetrieb gab es nicht.
Knall nahe Flugplatz hat am Freitag größeren Sucheinsatz ausgelöst
Erst am Freitagabend hatte ein lauter Knall nahe dem Flugplatz einen größeren Sucheinsatz ausgelöst. Befürchtet wurde zunächst, dass ein Flugzeug abgestürzt sein könnte. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht.
Mit dem Unfall vom Samstag steht der Einsatz laut Polizei nicht in Zusammenhang.
Titelfoto: Polizeirevier Harz
