Von Albert Otti
Steinbach am Attersee - Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges in den österreichischen Attersee sind nach Angaben der Polizei vermutlich zwei Deutsche ums Leben gekommen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Fluglehrer und seine Schülerin an Bord waren, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Identitäten der beiden jungen Erwachsenen seien aber noch nicht endgültig bestätigt.
Nach dem Unfall am Mittwoch soll das Wrack mit den zwei Toten voraussichtlich am Samstag geborgen werden, teilte der Sprecher mit. Die einmotorige Maschine des Typs Tecnam P2002 JF ist in etwa 160 Metern Tiefe geortet worden.
Nach Angaben der Flugortungsplattform Flightradar24 war die Propellermaschine in Salzburg gestartet. Nach etwa einer halben Stunde brachen die Flug-Aufzeichnungen ab.
Laut der Datenbank der österreichischen Flugsicherungsbehörde Austrocontrol wird das Flugzeug von einer österreichischen Flugschule betrieben. Die Schule war für Anfragen nicht erreichbar und äußerte sich auch online nicht zu dem Vorfall.
Attersee in Österreich ist durchschnittlich 85 Meter tief
Die Polizei machte vorerst keine Angaben über die mögliche Unfallursache. Ein Augenzeuge sagte dem Sender ORF, dass er ein trudelndes Flugzeug beobachtet habe. "Ich habe nach rechts gesehen und ein weißes Flugzeug blitzschnell kommen sehen, das spiralförmig nach unten gegangen und auf dem Wasser aufgeschlagen ist", sagte der US-amerikanische Tourist. Die Maschine sei sofort gesunken.
Der Attersee liegt in Oberösterreich und grenzt im Süden an das Bundesland Salzburg. Der von einem Gletscher geformte See ist durchschnittlich 85 Meter tief.
Die tiefste Stelle liegt etwa 170 Meter unter der Wasseroberfläche.
Erstmeldung: 26. August, 15.53 Uhr; zuletzt aktualisiert: 27. August, 11.45 Uhr