Heist - Bei dem Flugzeugabsturz am Sonntag bei Heist (Schleswig-Holstein) ist ein 42-Jähriger aus dem Kreis Pinneberg ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, stürzte das Kleinflugzeug kurz nach dem Start am Flugplatz Uetersen/Heist ab.
Dort hatte der Pilot nach ersten Erkenntnissen auf dem Weg von Berlin nach Dänemark eine Zwischenlandung eingelegt.
Gegen 13 Uhr hob der Mann mit der Maschine des Typs Dyn'Aéro MCR4S wieder ab, um den Flug fortzusetzen. Wenig später meldeten sich mehrere Zeugen bei den Rettern, die den Absturz beobachtet hatten.
Das Flugzeug stürzte in ein Waldstück nahe dem Flugplatz. Da die Zeugen keine genauen Angaben zur Absturzstelle machen konnten, mussten die Einsatzkräfte das Wrack zunächst suchen. Erst rund 20 Minuten später erreichten sie das Flugzeug.
Der 42-jährige Elmshorner war allein an Bord und verstarb noch an der Unfallstelle.
Auch einen Tag nach dem Unglück kann die Polizei noch keine Angaben zur Ursache des Absturzes machen. Derzeit würden keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vorliegen, heißt es.
Wrack wurde in der Nacht geborgen
Da in dem Flugzeug ein ballistisches Rettungssystem verbaut war, mussten Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes anrücken. Gegen 17 Uhr sprengten die Kräfte eine Feststoffrakete, die im Notfall einen Fallschirm auslösen soll.
Eine Sprecherin der Polizei konnte gegenüber TAG24 keine Angaben dazu machen, warum das Rettungssystem bei dem Absturz nicht ausgelöst wurde.
Die Bezirkskriminalinspektion Itzehoe hat die Ermittlungen zu den Umständen des Unglücks aufgenommen.
Auch Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) waren an der Absturzstelle im Einsatz und nahmen Untersuchungen zum Unfallgeschehen auf.
Das völlig zerstörte Wrack wurde in der Nacht zu Montag vom Technischen Hilfswerk aus dem Waldstück geborgen.