Suche nach vermisstem Flugzeug: Küstenwache trifft folgenschwere Entscheidung

Von Robert Semmler

Nantucket/Boston (USA) - Die US-Küstenwache hat die Suche nach den sechs Passagieren eines Kleinflugzeuges eingestellt, das vor der Ostküste der USA vermisst wird.

Die US-Küstenwache hat die Suche nach den Passagieren eines vermissten Kleinfliegers eingestellt.  © Uncredited/U.S. Coast Guard/AP/dpa

Der Kontakt zu der Maschine war am Samstag um 2 Uhr früh (Ortszeit) abgerissen. Später wurden Trümmerteile entdeckt, die die Küstenwache dem Flugzeug zuordnete.

Die Suche nach den vier Passagieren aus Kanada und den beiden aus Bermuda blieb indes erfolglos. Sie erstreckte sich nach offiziellen Angaben über einen Zeitraum von 66 Stunden über gut 7000 Kilometer. 

"Eine Suche einzustellen, ist nie eine leichte Entscheidung", sagte Matthew Lake, der Chef des Nordost-Distrikts der US-Küstenwache.

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"Unser tiefstes Beileid gilt allen Familien sowie den geliebten Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind." Er dankte zudem allen Suchtrupps, auch abseits der Kräfte der Küstenwache.

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Genaue Umstände des Vorfalls bleiben unklar

Eine Gulfstream, ähnlich zu dem abgebildeten Flieger, wird seit Samstag vermisst. (Symbolfoto)  © 123RF/robert82

Nach Daten des Flugdienstes Flightradar24 startete die Maschine des Typs Gulfstream G100 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen C-GRJP um 0.41 Uhr von Bermuda aus. Nach gut einer Stunde brach das Signal des Flugzeugs ab, die Aufzeichnung endet abrupt über dem Ozean. Die Maschine sollte nach Boston im US-Bundesstaat Massachusetts fliegen.

Registriert ist die Maschine auf Latitude Air Ambulance, ein auf medizinische Transporte spezialisiertes Unternehmen mit Sitz im kanadischen Hamilton.

In einem Statement des Flughafens Nantucket – einem der nächstgelegenen Airports an der Küste zur letzten bekannten Stelle der Maschine – hieß es, dass das Flugzeug vor dem Kontaktabbruch noch einen Notfall deklariert habe.

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"Die genauen Umstände des Vorfalls bleiben jedoch unklar", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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