Von Irena Güttel
Nürnberg - Die Asiatische Tigermücke fühlt sich in Bayern sichtlich wohl: Die invasive Art konnte bereits an vielen Orten im Freistaat nachgewiesen werden. Oft sind es einzelne Exemplare.
In Städten wie Fürth, Würzburg und München haben sich jedoch schon Bestände etabliert, die den Winter überleben.
Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, haben viele Kommunen der Tigermücke den Kampf angesagt. Zentraler Bestandteil ist ein Monitoring, aber auch die Bevölkerung ist gefragt.
In diesem Jahr gab es dem LGL zufolge bisher außerdem Nachweise von Tigermücken in den Städten und Landkreisen Rosenheim, Schwabach, Oberallgäu und Fürth.
Daraus eine Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren abzulesen, ist laut den Fachleuten aber nicht möglich, weil sich etwa die Zahl und die Standorte der Fallen von Jahr zu Jahr unterscheiden.
Einige Stadt- und Landkreise setzen zudem auf eigenes Monitoring. Da keine Meldepflicht bestehe, sei auch nicht gesichert, dass das LGL von allen gefundenen Tigermücken erfahre.
Tigermücken als Krankheitsüberträger
Doch was unternehmen die betroffenen Kommunen, um die fiesen Plagegeister zu bekämpfen?
Im Gegensatz zu den vielen heimischen Mücken ist die auffällig schwarz-weiß geringelte Tigermücke auch tagsüber aktiv, sie ist deutlich aggressiver und kann einem dadurch den Aufenthalt im Freien verleiden.
Außerdem können Tigermücken unter anderem das Dengue- und Chikungunya-Virus, seltener auch das Zika- und West-Nil-Virus, übertragen. Aktuell sieht das LGL dafür ein geringes Risiko.
Die Brutstätten zu beseitigen, steht dem Landkreis Forchheim zufolge deshalb im Mittelpunkt der Bekämpfung.
Tigermücken legen ihre Eier laut dem LGL in kleinen Wasseransammlungen ab, zum Beispiel in Topfuntersetzern, gefüllten Gießkannen, Vogeltränken oder Regentonnen. "Die Mitarbeit der Bevölkerung ist daher der entscheidende Erfolgsfaktor", betonte das Gesundheitsamt in Forchheim.
Nur wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger etwa Regentonnen abdeckten, Vogeltränken regelmäßig reinigten oder Gießkannen leerten, könne die Ausbreitung eingedämmt werden.