Erster Fall in Deutschland! Mann mit Sindbis-Virus infiziert: Das sind typische Symptome

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Stuttgart/Berlin - Baden-Württemberg hat einen ungewöhnlichen Virus-Fall: Bei einem 60 Jahre alten Mann wurde im September 2026 eine Infektion mit dem sogenannten Sindbis-Virus (SINV) nachgewiesen.

Stechmücken können das Sindbis-Virus (SINV) auf den Menschen übertragen. (Symbolfoto)
Stechmücken können das Sindbis-Virus (SINV) auf den Menschen übertragen. (Symbolfoto)  © Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa

Mediziner zeigten sich verwundert, da der Mann vor seiner Infektion das Ländle nicht verlassen hatte und das Virus eigentlich für gewöhnlich durch Stechmücken außerhalb deutscher Gefilde übertragen wird.

In einem aktuellen Bericht teilte das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) mit, dass der 60-Jährige schon am 12. Juli mit Fiebergefühl, Hautausschlag und starken Gelenkbeschwerden erste, typische Symptome gezeigt habe.

Weil in seinem Lebensumfeld bereits die Asiatische Tigermücke nachgewiesen wurde, vermuteten Ärzte zunächst eine Chikungunya-Infektion. Entsprechende Antikörper konnten allerdings nicht nachgewiesen werden.

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Nach weiteren Untersuchungen kam schließlich Licht ins Dunkel und die Ärzte konnten zweifelsfrei das Sindbis-Virus nachweisen.

Sindbis-Virus in Deutschland nicht komplett neu

Der Mann aus BaWü klagte über typische Symptome wie etwa Fieber und Gelenkbeschwerden. (Symbolfoto)
Der Mann aus BaWü klagte über typische Symptome wie etwa Fieber und Gelenkbeschwerden. (Symbolfoto)  © 123rf/ gpointstudio

Weil sich der Baden-Württemberger nicht im Ausland infiziert hatte, gehen Experten derzeit davon aus, dass sich der 60-Jährige irgendwo in Deutschland angesteckt haben muss.

Laut RKI sei das Virus für Menschen eher harmlos, Krankheitsverläufe verlaufen milde. Lediglich Gelenkschmerzen können teilweise heftig sein und länger anhalten. Schwere oder neurologische Krankheitsverläufe seien jedoch selten.

Komplett neu ist das Virus hierzulande aber nicht. Schon 2009 wurde es in Stechmücken, später auch bei Wildvögeln, nachgewiesen.

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Das Robert-Koch-Institut plädiert nach dem aktuellen Nachweis zu erhöhter Aufmerksamkeit. Wer während der Stechmückensaison genannte Symptome zeigt, solle sich auf eine sogenannte Arbovirus-Infektion untersuchen lassen - sofern er nicht vereist war.

Können Dengue- und Chikungunya-Fieber ausgeschlossen werden, sollte auch das Sindbis-Virus als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.

Titelfoto: Montage: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa, 123RF/ gpointstudio

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