Krankheit hat asiatisches Land fest im Griff: Bereits mehr als 1000 Kinder tot

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Bangladesch - Seit etwas mehr als einem halben Jahr hat ein Masernausbruch das südasiatische Land Bangladesch fest im Griff. Die Behörden schlagen Alarm, denn selbst nach all der Zeit scheint noch keine Besserung in Sicht zu sein.

Viele Eltern in Bangladesch müssen um das Leben ihrer Schützlinge bangen.
Viele Eltern in Bangladesch müssen um das Leben ihrer Schützlinge bangen.  © Md Rafayat Haque Khan/ZUMA Press Wire/dpa

Unfassbare 187.484 Infektionen bei Kindern wurden in Bangladesch seit März dieses Jahres registriert, bestätigte die nationale Gesundheitsbehörde gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Von den Infizierten starben ganze 1002 Kinder an den Folgen der Viruserkrankung, was den Ausbruch zu einem der tödlichsten Masernausbrüche in der Landesgeschichte macht.

Aktuell versuchen die Behörden, mithilfe einer Impfkampagne gegen die weitere Ausbreitung anzukämpfen, doch das Virus breitet sich zu rasant aus. Von den rund 170 Millionen Einwohnern im Land erhielten rund 18 Millionen Kinder die lebensrettende Spritze. Dennoch sei keine Herdenimmunität erreicht worden, sagte ein Sprecher der Bangladescher Gesundheitsbehörde gegenüber der Nachrichtenagentur.

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Hinzukommend wirkt auch die weitverbreitete Mangelernährung vieler Kinder im Land entgegen der Impfung und Immunität. Durch den Mangel an Nährstoffen im Körper wird das Immunsystem geschwächt, sodass die Viren leichtes Spiel haben.

Ab dem kommenden Samstag möchte Tarique Rahman (57), Premierminister von Bangladesch, eine landesweite Kampagne starten, welche nicht nur gegen den Masernausbruch, sondern auch gegen das allgegenwärtige Dengue-Virus, welches in erster Linie durch Mücken übertragen wird, ankämpfen soll.

Die Krankenhäuser platzen aus allen Nähten. Noch schafft es die landesweite Impfkampagne nicht, gegen die Ausbreitung des Virus anzukommen.
Die Krankenhäuser platzen aus allen Nähten. Noch schafft es die landesweite Impfkampagne nicht, gegen die Ausbreitung des Virus anzukommen.  © Abu Sufian Jewel/ZUMA Press Wire/dpa

Masern – viel mehr als eine typische Kinderkrankheit

Das Masernvirus ist auch in Deutschland präsent. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die hochansteckend ist und vor allem bei Kindern ausbricht. Doch es sind nicht die Symptome an sich, die die Krankheit so gefährlich machen, sondern vor allem die Komplikationen, wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung, die in Verbindung mit einer Infektion auftreten können. Auch ungeimpfte Erwachsene können diese Krankheit bekommen.

In Deutschland gelten 92 Prozent der Kinder als doppelt gegen die Krankheit geimpft. Laut der WHO braucht es allerdings 95 Prozent, um eine Verbreitung der Krankheit zu stoppen.

Titelfoto: Md Rafayat Haque Khan/ZUMA Press Wire/dpa

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