Probleme mit der Fruchtbarkeit? "Ewige Chemikalien" könnten der Auslöser sein

Singapur - Ein neue Studie enthüllt erschreckendes über die Auswirkung von sogenannten "ewigen Chemikalien" auf Frauen. Ab einer bestimmten Konzentration im Blut sinkt die Chance, innerhalb eines Jahres schwanger zu werden um 40 Prozent!

"Ewige Chemikalien" sollen die Chance auf eine Schwangerschaft reduzieren. (Symbolbild)
"Ewige Chemikalien" sollen die Chance auf eine Schwangerschaft reduzieren. (Symbolbild)  © 123RF/ayphoto

Erst am vergangenen Montag veröffentlichte die WHO eine Studie, nach der eine von sechs Frauen Probleme mit ihrer Fruchtbarkeit hat. Nun veröffentlichten Wissenschaftler aus New York einen weiteren Bericht über die sinkende Feritilätsrate. Sie untersuchten, inwiefern sich die Chemikalien PFAS auf den Hormonzyklus sowie die Fruchtbarkeit bei Frauen auswirken.

PFAS ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Chemikalien, umgangssprachlich auch "ewige Chemikalien" genannt. Denn einmal in der Natur werden sie noch langsamer abgebaut als Plastik und existieren quasi für immer.

Enthalten sind sie in allem was fett-, schmutz- oder wasserabweisend ist, so das Bundesumweltministerium. Aber auch in Feuerlöschern, Kosmetik, Töpfen und Pfannen, Stichwort Teflon, kommen sie vor.

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PFAS gibt es erst seit den 1940ern Jahren, in dem kurzen Zeitraum entwickelten sie sich jedoch zu Alltagsbegleitern. Da wir sie auf vielfältige Art und Weise konsumieren, sind sie mittlerweile auch in fast jedem Menschen zu finden.

Als Folge dessen wird vor allem bei Frauen die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft gesenkt, berichtet The Guardian. Die Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres schwanger zu werden, sinkt bei hoher Konzentration im Blut um 40 Prozent.

Beunruhigend ist auch die Auswirkung der PFAS auf die gesunde Entwicklung der Schwangerschaft. Denn die Chance, dass das Kind lebend zur Welt kommt, sinkt um 34 Prozent.

Die Studie empfiehlt sich bei Kinderwunsch von PFAS fern zuhalten

Bei der Studie wurde nur die Fruchtbarkeit von Frauen untersucht. (Symbolbild)
Bei der Studie wurde nur die Fruchtbarkeit von Frauen untersucht. (Symbolbild)  © 123rf/stockbroker

Für den Bericht untersuchten die Wissenschaftler 1000 Frauen in Singapur. Dabei verglichen sie die Werte von Frauen, die bereits Kinder hatten, mit denen die versuchen Nachwuchs zu bekommen.

"Unsere Studie weist nachdrücklich darauf hin, dass Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sich der schädlichen Auswirkungen von PFAS bewusst sein und Vorkehrungen treffen sollten, um den Kontakt mit dieser Klasse von Chemikalien zu vermeiden", wird Dr. Damaskini Valvi durch The Guardian zitiert.

PFAS ist die Bezeichnung für eine Gruppe an Chemikalien. Im Körper können wir dutzende oder sogar mehr gleichzeitig haben. Diese vielen verschiedenen Stoffe reagieren dann miteinander, das ist das, was sie laut der Wissenschaftlerin so gefährlich machen.

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Dass sie ungesund für den Menschen sind, ist schon länger bekannt. So haben fünf Länder in der EU im Januar vorgeschlagen, 10.000 PFAS zu verbieten. Die US-Regierung unter Joe Biden plant ebenfalls einige zu verbieten.

"Viele PFAS wurden im Nabelschnurblut, der Plazenta und der Muttermilch nachgewiesen. Die Vermeidung einer Exposition gegenüber PFAS ist daher unerlässlich, um die Gesundheit von Frauen sowie die Gesundheit ihrer Kinder zu schützen", erklärte Dr. Valvi.

Denn die Chemikalien wirken sich nachweislich auch negativ auf die Entwicklung des Gehirns von Kindern aus.

Titelfoto: 123RF/ayphoto

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