Zwei junge Menschen tot, weitere in Lebensgefahr: Impfkampagne gestartet
Kent (Großbritannien) - In der englischen Grafschaft Kent sind mehrere junge Menschen schwer an Meningitis erkrankt, zwei Personen sind mittlerweile gestorben. Nun wurde eine Impfkampagne gestartet.
Nach einem Besuch im Club Chemistry in Canterbury sind zahlreiche junge Menschen mit schweren gesundheitlichen Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert worden.
Viele befinden sich in einem kritischen Zustand, eine Person soll sogar im Koma liegen.
Wie die britische Zeitung Mirror berichtet, sind inzwischen zwei der Betroffenen, die 18-jährige Juliette K. sowie Keeleigh G. (†21), verstorben.
Gesundheitsminister Wes Streeting hat umgehend reagiert und eine Impfkampagne für enge Kontaktpersonen in der Region Kent gestartet. Bislang wurden 700 Impfdosen verabreicht.
Parallel dazu wird derzeit geprüft, ob eine landesweite Nachholimpfung für ältere Jugendliche sinnvoll sein könnte, da die Impfung zum Schutz von Meningitis B erst 2015 eingeführt wurde.
Die Bakterien können eine gefährliche Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute verursachen
Zugleich wurden Hunderte Besucher des Nachtclubs aufgefordert, sich vorsorglich einer Antibiotikabehandlung zu unterziehen.
Streeting betonte, dass alle bislang bekannten Fälle mit dem Abend im Nachtclub in Verbindung stehen.
Nach Angaben der Behörden hielten sich am betreffenden Wochenende rund 2000 Menschen in dem Club auf.
Die Übertragung der Erreger erfolge vor allem durch engen Kontakt. So könnten die Bakterien durch "längeren Kontakt" wie "Küssen oder das Teilen von Getränken oder E-Zigaretten" weitergegeben werden, so Streeting.
Diese Bakterien können eine gefährliche Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute verursachen.
Typische Anzeichen sind hohes Fieber, starke Kopf- und Nackenschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit und ausgeprägte Unruhe. Mediziner raten dringend: Wer solche Symptome bemerkt, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
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