Zwei junge Menschen tot, weitere in Lebensgefahr: Impfkampagne gestartet

Kent (Großbritannien) - In der englischen Grafschaft Kent sind mehrere junge Menschen schwer an Meningitis erkrankt, zwei Personen sind mittlerweile gestorben. Nun wurde eine Impfkampagne gestartet.

Die 18-jährige Juliette K. ist an den Folgen einer Meningitis-Erkrankung gestorben.
Die 18-jährige Juliette K. ist an den Folgen einer Meningitis-Erkrankung gestorben.  © Bildmontage: Facebook/Screenshot/Exposed uk News

Nach einem Besuch im Club Chemistry in Canterbury sind zahlreiche junge Menschen mit schweren gesundheitlichen Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Viele befinden sich in einem kritischen Zustand, eine Person soll sogar im Koma liegen.

Wie die britische Zeitung Mirror berichtet, sind inzwischen zwei der Betroffenen, die 18-jährige Juliette K. sowie Keeleigh G. (†21), verstorben.

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Gesundheitsminister Wes Streeting hat umgehend reagiert und eine Impfkampagne für enge Kontaktpersonen in der Region Kent gestartet. Bislang wurden 700 Impfdosen verabreicht.

Parallel dazu wird derzeit geprüft, ob eine landesweite Nachholimpfung für ältere Jugendliche sinnvoll sein könnte, da die Impfung zum Schutz von Meningitis B erst 2015 eingeführt wurde.

Bisher wurden im Zusammenhang mit dem Fall 700 Impfungen durchgeführt. (Symbolbild)
Bisher wurden im Zusammenhang mit dem Fall 700 Impfungen durchgeführt. (Symbolbild)  © 123rf/Milkos

Die Bakterien können eine gefährliche Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute verursachen

Nach einem Besuch im Club wurden mehrere Personen mit schweren Symptomen ins Krankenhaus gebracht. (Symbolbild)
Nach einem Besuch im Club wurden mehrere Personen mit schweren Symptomen ins Krankenhaus gebracht. (Symbolbild)  © 123rf/katerinalukashyna3011

Zugleich wurden Hunderte Besucher des Nachtclubs aufgefordert, sich vorsorglich einer Antibiotikabehandlung zu unterziehen.

Streeting betonte, dass alle bislang bekannten Fälle mit dem Abend im Nachtclub in Verbindung stehen.

Nach Angaben der Behörden hielten sich am betreffenden Wochenende rund 2000 Menschen in dem Club auf.

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Die Übertragung der Erreger erfolge vor allem durch engen Kontakt. So könnten die Bakterien durch "längeren Kontakt" wie "Küssen oder das Teilen von Getränken oder E-Zigaretten" weitergegeben werden, so Streeting.

Diese Bakterien können eine gefährliche Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute verursachen.

Typische Anzeichen sind hohes Fieber, starke Kopf- und Nackenschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit und ausgeprägte Unruhe. Mediziner raten dringend: Wer solche Symptome bemerkt, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/Exposed uk News, 123RF/milkos, 123rf/katerinalukashyna3011

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