Deutschland - Am späten Abend ist es bundesweit zu massiven Störungen bei .de-Domains gekommen. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer berichten, dass sich Webseiten mit der Endung .de gar nicht oder nur zeitweise aufrufen lassen.
Nach letzten Informationen liegt die Ursache nicht bei einzelnen Providern, sondern in der zentralen Infrastruktur für die deutsche Top-Level-Domain, die von der Genossenschaft DENIC betrieben wird.
Demnach kommt es offenbar zu Problemen bei der DNS-Auflösung, also der Übersetzung von Domainnamen in IP-Adressen. In der Folge melden Browser für viele Adressen fälschlicherweise, dass die angefragte Domain nicht existiere, obwohl die Seiten grundsätzlich online sind.
Betroffen sind dadurch nicht nur Websites, sondern teilweise auch E-Mail-Dienste, die auf .de-Domains basieren.
Steckt ein Hacker-Angriff dahinter?
DENIC hatte in der Vergangenheit bereits vereinzelt mit technischen Störungen zu kämpfen, bei denen der DNS-Service für einen Teil der .de-Domains zeitweise fehlerhafte Antworten lieferte.
Aktuell arbeitet nach übereinstimmenden Berichten ein Notfallteam an der Analyse und Behebung der erneuten Probleme. Für viele Nutzer heißt es vorerst: abwarten – bis die DNS-Einträge wieder korrekt verteilt sind, kann es trotz einer Lösung im Hintergrund noch zu Verzögerungen kommen.
Aktuell ist völlig offen, wer oder was konkret „verantwortlich“ für der Störung ist – ein bestätigter Hackerangriff wurde bislang nicht öffentlich gemacht, möglich ist nach der bisherigen Informationslage eher ein technisches oder organisatorisches Problem in der DENIC‑Infrastruktur.
In früheren, ähnlichen Ausfällen lag die Ursache laut offiziellen Stellungnahmen an technischen Fehlern (fehlerhafte Updates, Konfigurationspannen, unterbrochene Kopiervorgänge der Zonendaten), nicht an Angriffen von außen.