Schwan in Lebensgefahr: So mutig handeln die Retter auf dem Eis

Berlin - Auf Instagram kursiert ein Video, das zeigt, wie zwei Männer auf dem zugefrorenen Berliner Landwehrkanal einen festgefrorenen Schwan retten wollen.

Nachdem der Vogel befreit war, nahm einer der Männer den Schwan auf den Arm und trug ihn ans sichere Ufer.  © Instagram/kevinsbrand

Zwei Männer nähern sich mit einem Boot einem auf dem Eis festsitzenden Schwan und schlagen mit einem Hammer die gefrorene Fläche um das Tier auf.

Als der Vogel schließlich befreit ist, nimmt einer der Männer den Schwan auf den Arm und trägt ihn vorsichtig über das Eis ans sichere Ufer.

Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten den Vogel kurz darauf entgegengenommen und in eine Tierklinik gebracht. Zuvor war die Wasserschutzpolizei alarmiert worden. Als diese eintraf, war der Schwan bereits am Ufer.

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"Mit warmen Wasser enteisen wir vorsichtig seine Füße. Er ist frei, aber er ist völlig erschöpft. Bleibt einfach liegen, wehrt sich nicht", schrieb einer der Retter unter dem Beitrag. Am Ufer hätten mehrere Menschen mit Decken, Schüsseln und Haferflocken gewartet.

Der Clip mit den Worten "Risikoreiche Rettungsaktion am Landwehrkanal Berlin" ging in kürzester Zeit viral und sammelte mehr als 76.000 Likes.

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Große Gefahr bei Eigenaktionen auf dem Eis

Experten warnen: Helfer könnten sich selbst in Not bringen. (Symbolbild)  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Tierschützer warnen allerdings vor solchen Aktionen. "Es ist lieb gemeint, aber hochgefährlich", erklärt Wildtierexperte Derk Ehlert gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Zum einen besteht die Gefahr, dass das aufblasbare Boot an der scharfen Eiskante beschädigt wird und die Helfer selbst in Not geraten. Zum anderen sollte der Schwan nicht einfach angefasst werden, da unklar ist, ob er möglicherweise krank ist.

Korrekt war, dass sie zunächst einen halben Tag lang abwarteten und die Situation genau beobachteten – denn vielleicht saß der Schwan gar nicht wirklich fest.

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Ehlert riet, in solchen Fällen lieber Experten um Hilfe zu bitten, die das Tier sicher retten können. Eine Anlaufstelle sei das "Wildtiernah Berlin". Anderfalls seien auch die Veterinärämter gute Anlaufstellen.

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