Nahost-Konflikt: Israelische Rakete schlägt in Hochhaus in Beirut ein - sechs Tote

Iran - Bei einem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod eines Spitzenfunktionärs der Islamischen Republik sind zwei Menschen in Israel getötet worden.

Beim Einschlag einer iranischen Rakete nahe Tel Aviv sind zwei Menschen getötet worden.
Beim Einschlag einer iranischen Rakete nahe Tel Aviv sind zwei Menschen getötet worden.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Bei dem Angriff setzten die iranischen Streitkräfte Medienberichten zufolge mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe ein.

Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv seien ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Mit der Attacke sei die Tötung des Generalsekretärs des Nationalem Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, vergolten worden, berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.

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Israel Krieg Partnersuche im Schutzbunker: Israelische Singles trotzen Raketenalarm

Am Ort des tödlichen Einschlags in Ramat Gan bot sich den Rettungskräften ein Bild der Zerstörung. "Als wir eintrafen, sahen wir dichten Rauch und Zerstörungen in einem Wohnhaus. Überall lagen Glasscherben und verstreute Gegenstände. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden zwei Verletzte gefunden, die bewusstlos waren, keinen Puls hatten und nicht mehr atmeten", zitierte der Rettungsdienst einen Sanitäter. Angesichts ihrer schweren Verletzungen seien sie nicht mehr zu retten gewesen.

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17. März, 7.11 Uhr: Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz

Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden.

Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.

Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz.

Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen.

Nach Vorwarnungen des israelischen Militärs schlagen Raketen im Zentrum und Süden von Beirut ein. Anwohner berichten von Detonationen nahe Regierungsgebäuden in der libanesischen Hauptstadt.
Nach Vorwarnungen des israelischen Militärs schlagen Raketen im Zentrum und Süden von Beirut ein. Anwohner berichten von Detonationen nahe Regierungsgebäuden in der libanesischen Hauptstadt.  © Hussein Malla/AP/dpa

17. März, 6.19 Uhr: Saudi-Arabien lädt Außenminister zu Beratungen ein

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat Saudi-Arabien Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen.

Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Außenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.

17. März, 6.17 Uhr: Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele im Südlibanon

Die israelische Luftwaffe greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Süden des Libanons an.

Die Angriffe gelten der Infrastruktur der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah, wie das Militär mitteilte. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte Bürger in der südlibanesischen Stadt Tyros zur Flucht aufgefordert, nachdem laut Armeeangaben Raketen aus der Region auf Israel abgefeuert worden waren.

Israels Militär geht im benachbarten Libanon weiter mit massiver Gewalt vor.
Israels Militär geht im benachbarten Libanon weiter mit massiver Gewalt vor.  © Stringer/dpa

17. März, 6.15 Uhr: Iranische Rakete nahe Militärflugplatz in den Emiraten eingeschlagen

Eine iranische Rakete ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen.

Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Bei dem Angriff seien keine australischen Soldaten verletzt worden, sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten. Die Rakete habe eine Zufahrtsstraße getroffen, zitierten ihn australische Medien weiter.

Durch einen von der Rakete verursachten Brand habe es auf dem Stützpunkt lediglich geringfügigem Schaden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung gegeben, sagte Albanese demnach weiter.

17. März, 6.13 Uhr: Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen

Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen.

Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.

Bei dem Vorfall wurde das Kernkraftwerk Buschehr nicht beschädigt. Die Internationale Atomenergiebehörde ruft dennoch zur Zurückhaltung auf.
Bei dem Vorfall wurde das Kernkraftwerk Buschehr nicht beschädigt. Die Internationale Atomenergiebehörde ruft dennoch zur Zurückhaltung auf.  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

17. März, 6.11 Uhr: USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen.

"Mehrere" der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien "erfolgreich eingesetzt" worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.

Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten "eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge" dargestellt.

17. März, 22.29 Uhr: Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani

Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherhetsrates zum "Märyrer" geworden sei.

Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es, "ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt."

Erst der Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz und dann der ranghöchste Sicherheitsbeamte des Landes - der Iran bestätigt den Tod von zwei Spitzenfunktionären.
Erst der Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz und dann der ranghöchste Sicherheitsbeamte des Landes - der Iran bestätigt den Tod von zwei Spitzenfunktionären.  © Bilal Hussein/AP/dpa

17. März, 21.54 Uhr: Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani

Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani (†62), bestätigt.

Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und "zum ehrenvollen Märtyrer-Tod" gratulierten. Zugleich erklärten sie, die "Basidsch-Kämpfer" würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben.

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, Soleimani am Montag getötet zu haben. Unter dessen Führung seien die Basidsch-Milizen für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich. Soleimanis Tötung sowie die jüngsten Angriffe fügten den Fähigkeiten der Miliz "erheblichen und anhaltenden Schaden" zu, hieß es weiter.

Gholamresa Soleimani (†62), Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz. (Archivbild)
Gholamresa Soleimani (†62), Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz. (Archivbild)  © Ebrahim Noroozi/AP/dpa

17. März, 21.50 Uhr: Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon

Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen.

Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.

17. März, 21.49 Uhr: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff

In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten.

Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

Flammen schlagen aus einem Gebäude auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad.
Flammen schlagen aus einem Gebäude auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad.  © Ali Jabar/AP/dpa

17. März, 21.48 Uhr: Berlin und Paris - Plan für Golf-Region nach Iran-Krieg

Deutschland und Frankreich bieten den USA und Israel Unterstützung für eine politische Lösung in der Region nach Ende der Kämpfe im Iran-Krieg an.

Es müssten Gespräche vorbereitet werden, in denen zusammen mit den Golf-Staaten Wege für eine neue Sicherheitsarchitektur gefunden werden könnten, forderte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einer Podiumsdiskussion mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot in Berlin. Die Konferenz "Europe 2026" wurde von "Zeit", "Handelsblatt", "Tagesspiegel" und "Wirtschaftswoche" organisiert.

Titelfoto: Hussein Malla/AP/dpa

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