"Letzte Generation" blockiert München: Klimaproteste sorgen für langen Stau

München - Mehrere Protestaktionen der Gruppe "Letzte Generation" haben am Dienstagmorgen erneut Staus in und um München verursacht.

Aktivisten der Klimaschutz-Initiative "Letzte Generation" haben sich am Stachus mit ihren Händen auf die Straße geklebt.
Aktivisten der Klimaschutz-Initiative "Letzte Generation" haben sich am Stachus mit ihren Händen auf die Straße geklebt.  © Matthias Balk/dpa

Nach ersten Angaben der Polizei protestierten Klimaaktivisten auf mehreren Schilderbrücken an den Autobahnen 9 und 96.

Eine Gruppe blockierte zudem den Verkehr an der ohnehin oft stauträchtigen Einmündung der A96 zum Mittleren Ring. Dort stand der Verkehr am Morgen zeitweise auf mehreren Kilometern Länge.

Schon am Montag hatten Aktivisten der Gruppe an beiden Autobahnen durch Protestaktionen auf Schilderbrücken den Verkehr behindert.

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Zudem klebten sich einige Menschen wie zuvor angekündigt am Karlsplatz (Stachus) in der Innenstadt auf die Straße.

Gegen die Teilnehmer am Stachus wird nach Angaben der Polizei nun wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Gegen die sieben Aktivisten, die an den Aktionen am Montag auf der A9 und A96 beteiligt waren, werde zudem wegen Hausfriedensbruchs und teils wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Gegen vier von ihnen sei beim Amtsgericht München zudem Präventivgewahrsam beantragt worden.

"Letzte Generation" verteidigt Protestaktionen gegen Kritik

Eine Sprecherin der Gruppe "Letzte Generation" verteidigte indes die Protestaktionen gegen Kritik. "Wir machen das überhaupt nicht zum Spaß", sagte die Sprecherin dem Radiosender Bayern 2 (radioWelt am Morgen).

Aber über Klimapolitik müsse diskutiert werden. "Alle Leute müssen sich darüber unterhalten", sagte die Sprecherin.

"Und diese Empörung führt halt dazu, dass Leute sich aktiv damit auseinandersetzen und sich damit auch positionieren."

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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