Alle Mönche positiv auf Drogen getestet! Buddhisten-Tempel steht plötzlich leer

Phetchabun (Thailand) - Was Wein in der Kirche ist, ist Crystal Meth in buddhistischen Tempeln? Sicher nicht! Dennoch wurden nun sämtliche Mönche eines thailändischen Klosters positiv auf Methamphetamine getestet. Nun steht der Tempel leer da - die Mönche wurden allesamt rausgeschmissen.

Sämtliche Mönche des betroffenen Tempels wurden in eine Entzugsklinik eingewiesen. (Symbolfoto)
Sämtliche Mönche des betroffenen Tempels wurden in eine Entzugsklinik eingewiesen. (Symbolfoto)  © dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire

Wie unter anderem die BBC berichtete, wurden die vier Mönche und deren Khenpo (Abt) aus dem kleinen Kloster in der thailändischen Provinz Phetchabun entlassen.

Anwohner Boonlert Thintapthai erklärte, dass die Mönche in eine Gesundheitsklinik eingewiesen worden seien, wo sie einen Rehabilitierungsprozess durchlaufen würden.

Wie die Polizei den fragwürdigen Praktiken in dem Tempel auf die Spur gekommen war, verrieten die Beamten nicht. Doch am Montag ordneten sie Urintests für alle Mönche an - bei allen schlug der Test an!

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"Der Tempel ist jetzt leer von Mönchen und die Dorfbewohner in der Nähe sind besorgt, dass sie keine Tham bun ('Verdienste tun') können", erklärte Thintapthai. Tham bun ist in vielen buddhistischen Glaubensformen eine wichtige Praxis, bei der Gläubige durch bestimmte Handlungen religiöse Verdienste erlangen, zum Beispiel, indem sie Mönchen Essen geben.

Doch Thintapthai berichtete auch, dass bereits versprochen worden sei, dass dem Tempel in Bung Sam Phan bald neue Mönche zugeteilt werden sollen.

Thailand hat ein gigantisches Drogenproblem

Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha (68) will das Drogenproblem in seinem Land bekämpfen.
Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha (68) will das Drogenproblem in seinem Land bekämpfen.  © dpa/Anupam Nath

Methamphetamine stellen seit einigen Jahren ein riesiges Problem in Thailand dar. So sei im Jahr 2021 laut den Vereinten Nationen so viel der Droge sichergestellt worden wie noch nie zuvor.

Nachbarland Myanmar ist der weltgrößte Produzent von Methamphetamin. Über Laos kommen Unmengen der Droge ins Land, wo sie auf den Straßen zu vergleichsweise sehr geringen Preisen verkauft wird.

Erst im vergangenen Monat hatte Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha (68) dem Problem erneut den Kampf angesagt. Zuvor hatte ein wegen Drogen-Besitzes entlassener Ex-Cop 37 Menschen in einem Kindergarten erschossen!

Titelfoto: dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire

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