London (Großbritannien) - Ein letztes Mal "Prost"! Eine Beerdigung in Großbritannien lief jetzt ganz anders ab als gewöhnlich. Denn neben Taschentüchern für die Gäste gab es jede Menge Bier.
Grund dafür war die Beisetzung von John Vander. Der 77-Jährige, der an Krebs verstarb, liebte das kühle Blonde. Und so stand neben seinem Sarg nicht nur ein Blumengesteck, sondern auch eine Dose seines Lieblingsbieres Foster's.
Bereits zu Beginn der Zeremonie öffneten die Trauergäste eine Dose, im Anschluss wurden vor dem Krematorium 80 weitere an Gäste und Mitarbeiter verteilt, wie "Daily Star" berichtet.
"Mein Vater war eine Legende", erzählt seine Tochter Jenny Vander Morrison (49). "Er war sehr familienorientiert und liebte den Pub. Er ging fast jeden zweiten Tag dorthin für seine vier Pints Foster's."
Die Idee selbst stammte vom Geschäftsführer des Bestattungsunternehmens W. Uden & Sons Family Funeral Directors, Matthew Uden, als er von der Familie erfuhr, welche Biervorliebe der Verstorbene hatte.
"Diese Trauerfeier hat uns wieder einmal gezeigt, dass Beerdigungen nicht immer nach Schema F ablaufen müssen", berichtet er.
Tochter ist sich sicher: "Mein Vater hätte es geliebt"
"Jeder Abschied ist einzigartig und es ist immer ein Privileg, etwas Persönliches und Bedeutungsvolles mitzugestalten", ergänzt er.
Nach der Beerdigung fand die Trauerfeier statt, bei der ebenfalls angestoßen wurde.
"Mein Vater hätte es geliebt, es war ein perfekter Abschluss einer wirklich traurigen Zeit", ist sich seine Tochter sicher. "Die Leute sagten mir hinterher, sie hätten noch nie so viel auf einer Beerdigung gelacht und geweint."
Die Fotos der Trauerfeier postete das Bestattungsunternehmen in den sozialen Netzwerken, bekam dafür viel Zuspruch. Und eines ist sicher: John Vander wird im Himmel wohl auch eine Dose aufgemacht haben.