Millimeterarbeit bei 20-Millionen-Projekt: Neue Brücke über Bahngleise transportiert
Von Marco Rauch, Yuriko Wahl-Immel
Königswinter - Der komplexe Transport läuft: Die neue Brücke der L193 in Königswinter-Oberdollendorf soll am heutigen Samstag über fünf Bahngleise an ihren endgültigen Standort gebracht werden.
Die rund 85 Meter lange Stahlkonstruktion wird mit selbstfahrenden Modulfahrzeugen bewegt, wie der Landesbetrieb Straßen.NRW mitteilte. "Es sieht gut aus", sagte ein Sprecher auf Anfrage zu den laufenden Arbeiten.
In der Nacht waren die Vorbereitungen wegen des Sturms unterbrochen worden, schilderte der Sprecher. Seit dem frühen Morgen gehe es gut voran.
Am Samstagabend solle die Brücken ihre Endposition erreicht haben. Insgesamt geht der Landesbetrieb davon aus, dass bis Montagfrüh alle Arbeiten abgeschlossen sein werden. Auch Nachtarbeiten seien nötig, eine Ausnahmegenehmigung dafür liege vor.
Ein Gleisschutz soll zugleich Fahrfläche für die Schwerlastfahrzeuge sein. Deren Bewegungen müssten genau abgestimmt werden, damit die Brücke millimetergenau positioniert werden könne, hieß es in einer Mitteilung.
Die neue, 15 Meter breite Brücke erhält zwei 3,50 Meter breite Fahrstreifen, einen drei Meter breiten gemeinsamen Rad- und Gehweg auf der Ostseite sowie einen zwei Meter breiten Gehweg im Westen.
Nach dem Einschub folgen Fahrbahnaufbau, Asphaltierung und die Fertigstellung der Dämme und Wege. Die Verkehrsfreigabe ist für Anfang 2027 geplant. Das Projekt liegt laut Straßen.NRW im Zeitplan und kostet rund 20 Millionen Euro.
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa
