Hamburg - Am kommenden Donnerstag wird in Hamburg eine künstliche Ostsee-Insel versteigert. Die Plattform steht auf Holzpfählen und wurde für die Volksmarine der DDR errichtet.
Wer das Meer liebt und Nachbarn hasst, der kann am Donnerstag bei der Immobilienversteigerung des Auktionshauses Norddeutsche Grundstücks-Auktionen (NDGA) eine echte Perle ersteigern.
Das Objekt befindet sich zwischen der Halbinsel Reddevitz und etwa drei Kilometer östlich der Insel Vilm.
Das Mindestgebot liegt laut NDGA bei schlappen 39.000 Euro - geradezu ein Schnäppchen für das Objekt mit Rundum-Meerblick.
Die ehemalige Entmagnetisierungsstation "Insel Ostervilm" im Greifswalder Bodden wurde 1954 auf etwa 600 Holpfählen errichtet. Die Wassertiefe beträgt an dieser Stelle rund 10 Meter.
Auf der Plattform befinden sich ein Wohnhaus und ein Maschinenhaus. Laut Auktions-Katalog ist der Zustand "durch Natur, Vogelkot und Vandalismus marode". Es gebe Setzungsrisse, Stahlteile seien verrostet, Fenster zerstört und an Mauern würden Algen empor wachsen.
Die Holzpfähle seien noch nicht fachlich untersucht worden, so Daniela Tiker, Auktionatorin der NDGA, im Gespräch mit TAG24.
Besichtigen kann man die nur über den Wasserweg erreichbare Insel aufgrund des maroden Zustandes übrigens nicht.
Für das Objekt gibt's schon Bieter
"Es liegen schon Gebote vor und es gab im Vorfeld schon ein großes Interesse an dem Objekt", verrät Tiker.
Für wie viel Geld die Plattform mit der Traumlage am Ende weggeht, kann die Auktionatorin nicht einschätzen.
"Also erfahrungsgemäß, wenn jemand ein Gebot abgibt, bleibt es auch bestehen. Aber theoretisch gäbe es die Möglichkeit, dass dann doch nur einer übrig bleibt", so Tiker. In dem Fall würde es dann für 39.000 Euro unter den Hammer gehen.
Der glückliche Käufer kann circa 250 Quadratmeter Nutzfläche, eine rund 710 Meter große Wasserfläche und eine frei aufgestellte Skulptur von Gerhard Benz sein Eigen nennen.