Nur so lang wie ein Nudelholz! Mini-Schranke wird zur Lachnummer: Was steckt dahinter?
Köln - Eine Mini-Schranke hat es in Köln zur Internet-Berühmtheit geschafft. Sie ist weiß-rot-weiß und mit 46 Zentimetern etwa nur so lang wie ein Nudelholz. Was steckt dahinter?
An einem Bahnübergang im Stadtteil Weidenpesch hebt und senkt sich der kleine Balken sogar mehrmals am Tag.
Bis kürzlich hatte dieser bei "Google Maps" sogar einen Eintrag als "Kleinste Schranke Deutschlands".
Eine Fehlkonstruktion steckt allerdings nicht dahinter. "Sie dient als Platzhalter", wie Stephan Anemüller, Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur klarstellt.
Die Bahngleise führen zu einem Betriebshof des lokalen Unternehmens. Dort werden Straßenbahnen gewartet und gewaschen. Im Jahr 2020 sei an der kreuzenden Straße eine Schrankenanlage aufgebaut worden.
"Mit einer normalen Schranke auf der rechten Fahrbahnseite und der Mini-Schranke links", wie Anemüller weiter ausführt.
Eines Tages soll die Mini-Schranke ins Museum
Da in der Nähe bis 2027 das Neubaugebiet "Simonskaul" mit 69 Wohnungen entsteht, könnte auf der bis dato wenig genutzten Straße irgendwann in der Zukunft einmal mehr Verkehr herrschen.
Unter anderem soll dort auch ein Radweg gebaut werden. Wenn es so weit ist, müsse die Schrankenanlage nicht aufwendig umgerüstet werden. Stattdessen könne die Mini-Schranke ohne größere Kosten einfach verlängert werden, so der KVB-Sprecher.
Dass die 46 Zentimeter kleine Miniatur-Schranke zur lokalen Attraktion mutiert ist, nimmt man bei den Verkehrsbetrieben in der Domstadt mit Humor. Anemüller erklärt dazu: "Die Schranke ist ein lustiger Hingucker, etwas zum Schmunzeln im Alltag."
Tatsächlich habe sie sich inzwischen zum Selfie-Hotspot entwickelt. "Wenn sie eines Tages abgebaut wird, werden wir uns darum bemühen, dass sie ins Kölner Stadtmuseum kommt", erklärt der Sprecher abschließend.
Titelfoto: Benjamin Westhoff/dpa

