Arkansas (USA) - Als in ihrem Zuhause eher unbedeutende Dinge willkürlich verschwanden, zweifelte ein älteres Ehepaar aus dem US-Bundesstaat Arkansas langsam, aber sicher an ihrem Verstand. Als herauskam, was wirklich in ihrer Abwesenheit im Haus geschah, sollte der Geschichte eine irre Wendung verleihen.
Dutch und seine Frau Sharon Hoggatt dachten wirklich, sie werden offenbar wahnsinnig, als ständig Dinge und Lebensmittel in ihrem Haushalt nicht mehr auffindbar waren.
Während sie außer Haus waren, verschwanden laut 29News beispielsweise Donuts und Äpfel, außerdem schienen sich die Stühle in ihrem Haus wie von Geisterhand zu bewegen.
"Ich kam herein, um meine Arbeitsschuhe zu holen. Ich stelle sie normalerweise immer direkt an die Hintertür. Doch meine Arbeitsschuhe waren weg", erinnert sich Dutch an eine der vielen merkwürdigen Begebenheiten. "Ich fragte meine Frau, ob sie die Schuhe vielleicht weggeworfen hätte – doch das hatte sie nicht getan."
Dass sich ein Einbrecher in ihren Kellerräumen häuslich eingerichtet hatte, ahnten die beiden nicht - schließlich fehlten nie besonders wertvolle Gegenstände.
Schließlich schalteten sich Tochter Cherisee und ihr Mann Mark Gregory ein, die dem Ganzen nun auf den Grund gehen wollten. "Ich glaube, sie dachten beide, sie würden verrückt werden", erinnert sich Cherisee.
Während Familienoberhaupt Dutch in der Kirche war, durchsuchten seine Frau, seine Tochter und sein Schwiegersohn akribisch das ganze Haus.
Einbrecher haust heimlich im Keller
Sharon war es schließlich, die den schockierenden Fund im Abstellraum unter der Kellertreppe machte: "Sie ging weiter in den Raum hinein, und in diesem Moment sah ich, wie ihre Augen ganz groß wurden. Sie wich zurück und sagte: 'Da ist jemand drin'", so Mark. Die Anwohnerin hatte das Bein des Eindringlings herauslugen sehen. Der Fremde war selbst völlig überrumpelt und brachte kein Wort heraus.
Mark forderte ihn lautstark auf herauszukommen und schüchterte ihn mit einem Baseballschläger ein. Der Einbrecher - ein 41-jähriger Obdachloser namens Preston L. - leistete keinen Widerstand und ließ sich kurz darauf von alarmierten Polizisten festnehmen.
Der 41-Jährige erklärte später, dass er Montagnacht über den Kriechkeller der Hoggatts in den eigentlichen Keller gelangte. Im Abstellraum blieb er bis Mittwochabend, richtete sich sogar ein provisorisches Bett ein.
Dutch und seine Familie machen L. keine Vorwürfe: "Wir sind nicht wütend auf diesen Mann. Ich habe Mitleid mit ihm", meint der Anwohner. Sein Schwiegersohn vermutet, dass der Obdachlose lediglich Schutz vor der Witterung gesucht hatte. "Ich glaube nicht, dass er darauf aus war, ein Bösewicht zu sein." Schließlich hätte er Gelegenheit gehabt, auch kostbare Dinge zu klauen.
Dennoch wurde der 41-Jährige jetzt wegen Einbruchs in ein Wohnhaus sowie Diebstahls angeklagt.