Professor schickt überraschende Botschaft: "Wenn du das liest, bin ich tot"
Anacortes/Buffalo (USA) - Morbide, rührend oder einfach lustig? Ein kürzlich verstorbener, ehemaliger College-Professor erlaubte es sich quasi aus dem Grabe heraus, seinen liebsten Menschen eine überraschende, aber herzliche Nachricht zu senden!
Am 11. November vergangenen Jahres war Don Glickman im Alter von 94 Jahren verstorben. Nicht aber, ohne seiner Tochter Leah zuvor noch einen Auftrag zu erteilen. In seinem Namen sollte sie Postkarten versenden, wenn er verstorben ist, berichtete nun die Washington Post.
Den Entschluss fassten die beiden zusammen im Sommer 2025 in seinem Zuhause in Anacortes (US-Bundesstaat Washington). "Zu diesem Zeitpunkt befand er sich bereits im Sterbeprozess", erklärte Glickmans Tochter.
Für den US-Amerikaner, der viele Jahre an der University of Wisconsin-Milwaukee und der University at Buffalo Design lehrte, stand fest, dass er keine klassische Beerdigung oder dergleichen wollte. Im Scherz schlug Leah die Postkarten vor - doch ihr Vater stimmte sofort zu.
"Wenn du das liest, bin ich tot, und ich mochte dich wirklich", sollte darauf stehen. Und Glickmans Tochter kam seinem Wunsch nach.
"Nach 94 Jahren auf dieser Erde ist mein Vater von uns gegangen", schrieb sie des Weiteren auf die Karte. "[...] In einem letzten Design-Akt und ganz im Sinne von Glickmans Ethos wünschte er sich, dass diese Postkarte gestaltet wird; Foto und Text von ihm selbst gewählt" - "Er blieb sich bis zum Schluss treu."
Posthume Postkarte ist "ungewöhnlich, liebenswert, unkompliziert"
Bislang wurde die Karte schon an 110 Personen geschickt, weitere sollen folgen. Jason Snape (56), ein ehemaliger Student des Verstorbenen, bekam ebenfalls eine der posthumen Nachrichten.
"Es ist genau er selbst – in seiner Respektlosigkeit und Fürsorge", schrieb er im Januar auf seinem Instagram-Kanal und postete dazu ein Foto der Postkarte.
"Ich musste so lachen, weil es einfach so typisch für ihn war", sagte Snape nun der Washington Post. "Es ist ungewöhnlich, es ist liebenswert, es ist unkompliziert" - genau so, wie sein ehemaliger Professor an der University at Buffalo auch gewesen sei.
Titelfoto: Montage: Facebook/Don Glickman, IMAGO / Depositphotos
