Frau gibt über 100.000 Euro für Toyboy aus: Nach seiner Ermordung fordert sie es zurück

Edinburgh - Diane Peebles (61) fiel auf einen Toyboy herein. Sie gab ihm über 100.000 Euro und zog nach Sri Lanka. Nach seinem Tod fordert sie nun das Geld von seiner Familie zurück.

Streitpunkt Geld: Diane sieht es nicht ein, dass die Familie ihres verstorbenen Mannes nun dank ihrem Geld sorgenfrei lebt.
Streitpunkt Geld: Diane sieht es nicht ein, dass die Familie ihres verstorbenen Mannes nun dank ihrem Geld sorgenfrei lebt.  © 123RF/lightfieldstudios

Die gebürtige Engländerin erzählt ihre schier unglaubliche Geschichte dem DailyRecord.

Sie traf ihren Toyboy Priyanjana, als sie 53 Jahre alt war. Die gebürtige Engländerin machte damals Urlaub in Sri Lanka und er arbeitete in dem Hotel, in dem sie untergebracht war. Zu jenem Zeitpunkt, so sagt sie, war sie keine verzweifelte Frau auf der Suche nach Liebe. 

"Ich hatte ein Zuhause, einen tollen Job, Freunde und Familie. Aber ich hatte kein großartiges soziales Leben und war es gewohnt, allein zu reisen." Zu Beginn konnte Diane einfach nicht glauben, dass der 20-jährige Mann ernsthaftes Interesse an ihr hatte, "aber er war sehr überzeugend". In der Hoffnung auf Liebe ging sie das Wagnis der Beziehung zu einem 33 Jahre jüngeren Mann ein.

Schon während ihrer Urlaubsromanze heirateten die beiden. Doch nach ihrer Reise kehrte Diane vorläufig nach England zurück.

Schon bald gab sie über 65.000 Euro aus, um ein Haus für sie und ihren Mann Priyanjana auf dem Grundstück seiner Eltern in Sri Lanka zu bauen. Da er ihr sagte, dass es für Ausländer schwierig sei, Eigentum in Sri Lanka zu besitzen, stimmte sie zu, das Gebäude auf seinem Namen eintragen zu lassen. 

Weitere 35.000 Euro gab sie für einen Toyota und Einrichtungen des Hauses aus. Das Auto benötigte ihr Mann als Taxi, um arbeiten zu können. 

Ihr Toyboy war bereits verheiratet - mit einer 18-Jährigen

Sri Lanka bietet viel Kultur. Doch Diane wird für immer mit negativen Erinnerungen an das Land zurückdenken.
Sri Lanka bietet viel Kultur. Doch Diane wird für immer mit negativen Erinnerungen an das Land zurückdenken.  © A.Hapuarachchi/XinHua/dpa

Um gemeinsam mit ihrem Mann leben zu können, gab Diane kurze Zeit später ihr ganzes Leben in England auf. 

Sie verkaufte ihre Wohnung und ging in den Vorruhestand. Diane flog nach Sri Lanka zu dem 3-Zimmer-Haus, welches sie für sich und ihren Mann erbauen lassen hatte. Dessen Familie lebte gleich nebenan. 

Zu Beginn unterstützte sie diese nur mit Kleinigkeiten, doch schon bald sollte sie alle nötigen Anschaffungen zahlen. "Ich kaufte ihnen einen Kühl- und Gefrierschrank, einen Ventilator und einen Wasseraufbereiter, und es wurde bald zur Norm, dass ich für alles aufkommen musste."

Nach nur kurzer Zeit hatte sie fast ihre gesamten Ersparnisse und Erlöse aus dem Verkauf ihrer Wohnung ausgegeben. Ihr würden nicht mehr als 400 Euro monatlich zum Leben in ihrer Rente bleiben. 

Langsam dämmerte es Diane. Ihr Mann liebte sie nicht, er wollte nur ihr Geld. Ihr Traum eines idyllischen Lebens war zerbrochen.

Im Dezember 2016 fand sie heraus, dass er mit einer anderen Frau, einer 18-jährigen Dame aus Sri Lanka verheiratet war. Sie war schockiert. Nur wenige Monate später wurde Priyanjana erschossen. 

Diana war vorerst in Sri Lanka gefangen. Doch durch die Hilfe eines ehemaligen Polizeichefs aus Schottland, welcher sich ebenfalls im Ruhestand befand, konnte sie zurück in ihr Heimatland kehren.

Diane ist wütend, dass sie all ihr Geld verloren hat. Sie sagt: "Meine beiden Schwager und ihre Frauen und Kinder leben jetzt mietfrei in meinem Haus. Sie haben es nicht verdient, dort zu wohnen."

Die Engländerin hofft, dass ihr ein Anwalt bei ihrem Vorhaben helfen kann. "Selbst wenn ich nur die Hälfte dessen, was ich für seine Familie ausgegeben habe, zurückfordern könnte, würde das für meine Rente einen gewaltigen Unterschied machen."

Titelfoto: 123RF/lightfieldstudios

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