Daimler Truck setzt auf Militärgeschäft für neues Wachstum

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Von Robin Wille

Leinfelden-Echterdingen - Daimler Truck ist bekannt für Lkw und Busse. Doch der Nutzfahrzeughersteller treibt seine Aktivitäten im Verteidigungsbereich nun voran.

Nutzfahrzeuge von Daimler werden auch vom Militär genutzt.
Nutzfahrzeuge von Daimler werden auch vom Militär genutzt.  © Katharina Kausche/dpa

Der Konzern bündelt seine weltweiten Aktivitäten unter der neuen Dachmarke Daimler Truck Defence und richtet sein Geschäft konsequent auf globales Wachstum aus, wie das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte.

Daimler Truck sehe im Geschäft mit der Verteidigung einen klaren Wachstumstreiber der kommenden Jahre, hieß es laut Mitteilung. Ziel sei es, bis 2028 hier einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erreichen. Zum Vergleich: 2025 lag der Umsatz des Konzerns insgesamt bei 49,5 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr habe der Umsatz im Verteidigungsbereich einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag ausgemacht, sagte Daimler-Truck-Defence-Chef Dennis Kinzelmann der Deutschen Presse-Agentur.

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Vom Absatz machten die Militärfahrzeuge derzeit einen niedrigen einstelligen Prozentsatz aus. Der ganz große Teil der verkauften Fahrzeuge sind also klassische Lkw und Busse.

Team am Standort Wörth soll wachsen

Dennis Kinzelmann, der Daimler-Truck-Defence-Chef, informiert über die Zukunft des Unternehmens.
Dennis Kinzelmann, der Daimler-Truck-Defence-Chef, informiert über die Zukunft des Unternehmens.  © Katharina Kausche/dpa

Im Zuge des strategischen Ausbaus erweitere Daimler Truck im Laufe der nächsten Jahre auch seine Entwicklungs-, Produktions-, Vertriebs- und Servicekapazitäten. Insgesamt seien derzeit rund 1000 Menschen in diesem Bereich tätig, hieß es laut Mitteilung.

Die Wachstumsstrategie werde maßgeblich am rheinland-pfälzischen Standort Wörth am Rhein, unweit von Karlsruhe, gestaltet und führe zu einem entsprechenden Beschäftigungsbedarf qualifizierter Fachkräfte. Das Team in Wörth werde um über 100 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweitert, sagte Kinzelmann.

Künftig soll das Portfolio nicht nur Fahrzeuge von Mercedes-Benz Trucks umfassen. Der Dax-Konzern verfügt neben der Marke Mercedes-Benz auch über Marken wie zum Beispiel Western Star in Nordamerika oder BharatBenz in Indien.

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Technologisch bediene sich Daimler Truck Defence aus dem Baukasten der zivilen Baureihen des Konzerns und kooperiere auch mit Partnerunternehmen. "Wir hatten und haben in Anbetracht der erhöhten Nachfrage eine sehr gute Ausgangsposition", sagte Kinzelmann. "Wir greifen auf Produkte zurück, die sich schon bewährt haben."

So werden Baureihen wie Unimog oder Arocs seit vielen Jahren für nicht-militärische Anwendungen genutzt.

Titelfoto: Katharina Kausche/dpa

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