Sorgen um den Stuttgarter Riesen: Mercedes verkauft erneut weniger Autos

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Von Oliver Schmale

Stuttgart - Ein deutliches Minus in China hat bei Mercedes-Benz erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Stuttgarter Autobauer verkaufte im ersten Quartal 499.700 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

Mercedes-Benz kämpft weiter mit sinkenden Absätzen.
Mercedes-Benz kämpft weiter mit sinkenden Absätzen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Der Pkw-Absatz ging um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge zurück, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Hier verhagelten die Geschäfte in China (minus 27 Prozent) die Statistik. Dort sei der Markt "durch Modellzykluseffekte, makroökonomische Unsicherheiten und ein anspruchsvolles Marktumfeld geprägt" gewesen, heißt es in der Mitteilung.

Modelleinführungen verbesserten die Absatzaussichten in China für die kommenden Quartale. Ohne China sei der Pkw-Absatz um fünf Prozent gestiegen, getragen von teils deutlichem Wachstum in Europa und den USA.

Die Van-Sparte verzeichnete einen Absatzrückgang von drei Prozent. Im ersten Quartal verkaufte Mercedes 80.300 Fahrzeuge.

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Die Pkw-Verkäufe bei der Marke mit dem Stern gehen schon seit längerem zurück. 2023 stagnierten sie. Im Jahr 2024 betrug das Minus zu 2023 drei Prozent.

Im vergangenen Jahr verkaufte Mercedes etwas mehr als 1,8 Millionen Pkw, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.

Was Mercedes Hoffnung macht

Jörg Burzer (l), Mercedes Produktionsvorstand und Mathias Geisen (r), Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group AG, stellten Anfang 2026 die neue S-Klasse vor.
Jörg Burzer (l), Mercedes Produktionsvorstand und Mathias Geisen (r), Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group AG, stellten Anfang 2026 die neue S-Klasse vor.  © Marijan Murat/dpa

Mittelfristig soll die Pkw-Sparte wieder einen Absatz von rund zwei Millionen Fahrzeugen erzielen. Wann genau dieses Ziel erreicht werden soll, ließ das Unternehmen anlässlich der Bilanzpressekonferenz vor wenigen Wochen offen. Es sei jedenfalls nicht 2027 zu erwarten, aber vor dem Ende des Jahrzehnts.

Helfen sollen dabei zahlreiche neue Modelle. Die Resonanz der Kundinnen und Kunden auf die neuen Modelle sei hervorragend gewesen, betonte Vertriebs-Vorstand Mathias Geisen: "Mit der zunehmenden Verfügbarkeit unserer neuen Produkte konzentrieren wir uns darauf, das starke Kundeninteresse in den kommenden Monaten in eine positive Absatzdynamik zu überführen."

Getragen werden soll das Wachstum auch von einem Anstieg im Top-End-Segment, zu dem etwa die hochpreisigen S- und G-Klasse-Autos zählen, die hohe Gewinnspannen abwerfen.

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Für das Einstiegssegment, in dem traditionell mehr Volumen statt Marge erzielt wird, hatte das Unternehmen zudem einen Nachfolger für die auslaufende A-Klasse angekündigt.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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