Velbert (NRW) - Erst soll er in einem Dönerladen zugeschlagen haben, dann Passanten angeschrien und bedroht haben: Kurz darauf griff ein Syrer (30) in Velbert einen 61-Jährigen mit einem Messer an. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Die Tat ereignete sich laut Polizei am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr im Bereich eines Kaufhauses an der Friedrichstraße. Dort soll der 30-Jährige an einer Apotheke plötzlich auf den 61-Jährigen losgegangen sein und mit einem Messer auf ihn eingestochen haben.
Der Velberter erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus, wo er operiert wurde. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Doch die Messerattacke soll nicht der erste Vorfall an diesem Nachmittag gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 30-Jährige kurz zuvor in einem Dönerladen.
Dort soll er bereits einen anderen Mann körperlich angegriffen haben. Dieser blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt. Anschließend lief der Tatverdächtige in Richtung des Kaufhauses an der Friedrichstraße. Dabei soll er mehrere Passanten angeschrien und bedroht haben.
"Er hat völlig wirre Sachen geschrien", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend. Was genau der Mann gerufen habe, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.
Täter ließ sich Widerstandslos fest nehmen
Mehrere Menschen bekamen die Bluttat offenbar mit und riefen die Polizei. Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort.
Nur wenige Minuten nach dem Messerangriff entdeckten Polizisten den Tatverdächtigen in der Nähe. Der 30-Jährige ließ sich laut Polizei widerstandslos festnehmen.
Bei dem Mann handelt es sich um einen 30-jährigen Syrer. Warum es zu der Attacke kam, ist bislang völlig unklar. Auch ob der Tatverdächtige zuvor mit dem 61-Jährigen oder dem Mann aus dem Dönerladen aneinandergeraten war, ist noch offen.
"Nach aktuellem Stand nicht, aber das ist Gegenstand der Ermittlungen", sagte der Polizeisprecher mit Blick auf einen möglichen Streit. Die Ermittlungen laufen.