Granada (Spanien) - Und wieder bebt die Erde nahe dem südspanischen Granada! Am Dienstagvormittag hat es dort mittelschwere Erschütterungen bis zu einer Stärke von 4,8 gegeben. Drei Menschen wurden verletzt.
Nach Angaben des Spanischen Instituts für Geografie und Seismologie schlug das stärkste Beben um 10.37 Uhr (Ortszeit) zu. Das Epizentrum lag in Gójar, südlich von Granada.
Laut der Regionalregierung von Andalusien folgten in der Region innerhalb von zwei Stunden sechs weitere Beben, drei davon mit einer Stärke über 4.
Die Leitungen der Notdienste glühten. Die andalusische Notfallagentur registrierte über 500 Anrufe, viele Menschen hätten über Angstzustände, Schwindel und Ohnmachtsanfälle berichtet. Teils hätten sie ihre Häuser nicht mehr verlassen können. Etwa in Cájar stürzten Dächer sowie Schornsteine ein.
Ein Kind wurde von herabfallenden Ziegelsteinen verletzt, eine Frau durch Glassplitter und eine weitere Frau stürzte nach den Erschütterungen und verletzte sich am Arm. Die Suche nach weiteren Verletzten dauert an.
"Obwohl wir die Besorgnis und Nervosität der Öffentlichkeit verstehen, müssen wir unbedingt die Anweisungen der Rettungsdienste befolgen", teilte der Katastrophenschutzbeauftragte der Region, Antonio Sanz, mit.
Erst in der Nacht zu Samstag versetzte ein Erdbeben der Stärke 5,0 Menschen rund um Granada in Angst. Es folgten mehrere Nachbeben. Verletzte wurden laut Behörden jedoch nicht gemeldet.