Hochwasser: Regen und Tauwetter lassen Flusspegel in Hessen steigen
Von Christine Schultze
Gießen/Wiesbaden - Ergiebige Regenfälle und abschmelzender Schnee haben Flüsse und Bäche in einigen Regionen Hessens anschwellen lassen.
Derzeit sei hessenweit an 18 Pegeln jeweils die Meldestufe 1 und an zwei Pegeln in Mittelhessen die Hochwasser-Meldestufe 2 überschritten, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Freitag mit.
Die Meldestufe 2 war bei einem Pegel der Lahn in Gießen sowie einem am Lahn-Zufluss Salzböde im Landkreis Marburg-Biedenkopf erreicht. Das Hochwasser-Geschehen verlagere sich nun in die Mittel- und Unterläufe der größeren Gewässer.
Bereits am Vorabend sei auch an der Wohra in Bartenhausen im Landkreis Marburg-Biedenkopf kurzzeitig die Meldestufe 2 erreicht worden. Während die Wasserstände in den kleineren Gewässern in Mittelhessen meist schon wieder fielen, befand sich der Scheitel der Hochwasserwelle am Morgen an der Lahn etwa im Bereich der Ohm-Mündung bei Cölbe.
In Nord- und Osthessen hatten am Morgen sieben Pegel die Meldestufe 1 erreicht. Betroffen waren laut HLNUG vor allem die Fulda sowie Teile des Eder-Gebietes. Bei Schlitz gingen die Wasserstände der Fulda bereits wieder zurück, dagegen stiegen sie im Mittel- und Unterlauf der Fulda weiterhin an. An der Eder stiegen die Wasserstände ebenfalls noch an. Bei Vöhl im Landkreis Waldeck-Frankenberg dürfte der Scheitelwasserstand am Nachmittag die Meldestufe 1 erreichen, hieß es.
Laut HLNUG gibt es die Hochwasser-Meldestufen 1 bis 3. Stufe 1 bezeichnet den "Meldebeginn", Stufe 2 steht für ein "großes Hochwasser" und Stufe 3 für "außergewöhnliches Hochwasser".
Titelfoto: Thomas Naumann/dpa
