Vandalen beschädigen und fluten Hochwasserschutzanlage

Seehausen - In den vergangenen Tagen machten sich bislang unbekannte Täter an Hochwasserschutz-Anlagen in der Altmark zu schaffen.

Eine Hochwasserschutzanlage in der Altmark wurde mutwillig beschädigt und geflutet.
Eine Hochwasserschutzanlage in der Altmark wurde mutwillig beschädigt und geflutet.  © Bildmontage: Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft

Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) mitteilte, haben die Unbekannten ein Siel des Wrechow-Polders in Seehausen (Sachsen-Anhalt) geöffnet.

Polder sind niedrige Landflächen, die zum Hochwasserschutz beitragen. Sie können bei Flusshochwassern gezielt geflutet werden, um die Wassermenge des Hauptflusses vorübergehend zu vermindern.

In der Nacht zu Montag wurde das Schloss des Siels aufgebrochen, der Verschluss, der das Wasser zurückhält, geöffnet und somit das Areal geflutet.

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Doch warum ist das schlimm? "Im Ernstfall könnte der Polder dadurch seiner Funktion als Hochwasserschutzanlage nicht gerecht werden – wenn nämlich ein Hochwasser droht und der Polder bereits mit Wasser gefüllt ist", teilte der LHW mit.

Im selben Zeitraum wurden auch Deichsperrungen beschädigt, indem sie mit einem Trennschleifer geöffnet wurden. Allein das Befahren der Deichverteidigungswege sei illegal, hieß es.

Der LHW brachte die Beschädigungen zur Anzeige. Wer Deiche beschädigt oder zerstört und damit das Leben anderer gefährdet, dem droht laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren.

Titelfoto: Bildmontage: Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft

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