Lawine verschüttet Mann am Watzmann: Kopf schaut noch heraus

Berchtesgaden - Ein Mann wurde am Samstag am Watzmann von einer Lawine mitgerissen und teils verschüttet.

Am Watzmann haben Skifahrer eine Lawine ausgelöst.  © 7aktuell.de/Ferdinand Dörfler-Farthofer

Wie die Polizei mitteilte, war eine vierköpfige Gruppe einheimischer Skitourengehern am Mittag am Watzmann-Hocheck unterwegs.

Bei der Abfahrt löste einer der Skifahrer gegen 13 Uhr oberhalb der sogenannten Watzmanngrube ein Schneebrett mit einer Breite von 30 bis 40 Metern.

Nach Warnrufen sei der vorausfahrende Skifahrer noch aus der Lawine herausfahren, sein Kamerad wurde jedoch erfasst und über steiles Felsgelände mitgerissen. Nach knapp hundert Metern blieb der 64-Jährige verschüttet liegen.

"Sein Glück im Unglück war, dass noch der Kopf herausschaute", so die Polizei. Die anderen Begleiter hatten oberhalb gewartet und blieben unverletzt.

Sie setzten sofort einen Notruf ab und befreiten ihren Freund aus dem Schnee.

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Trotz Lawinenwarnung: Einheimische brechen zu Skitour auf

Spuren im Schnee: Oberhalb der Watzmanngrube wurde ein Schneebrett gelöst.  © BRK Kreisverband Berchtesgaden

Ein Hubschrauber setzte zunächst einen Ramsauer Bergretter und seinen Notarzt mit der Winde an der Einsatzstelle ab.

Durch den Absturz hatte der Mann schwere Verletzungen erlitten. Er wurde liegend aus dem Gefahrenbereich gebracht und ins Tal geflogen und anschließend ins Klinikum Traunstein gebracht, berichtete das Bayerische Rote Kreuz.

Seine drei Begleiter fuhren weiter mit den Skiern ab und wurden dann von der Bergwacht mit einem Fahrzeug abgeholt und zur Rettungswache gebracht.

Laut Lawinenwarndienst hatte am Samstag oberhalb von 1800 Metern die Warnstufe 3 gegolten. Es wurde als explizit vor möglichen Lawinen im Gebiet gewarnt.

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