Mehr als 30 Lawinen in Tirol: Deutscher (†44) unter den Todesopfern
Tirol - In Österreich haben Dutzende Lawinenabgänge am Mittwoch drei Menschen das Leben gekostet, wie die Polizei mitteilte. Unter den Opfern befindet sich auch ein deutscher Skiwanderer (†44).
Laut der Notrufzentrale des Bundeslandes wurden allein in Tirol an einem einzigen Tag mehr als 30 Lawinen registriert.
Der 44-Jährige hielt sich in den Tuxer Alpen auf, als ihn eine Lawine unter sich begrub. Gemeinsam mit einem Begleiter war der Tourengeher im Navistal unterwegs; ihr Ziel war der 2857 Meter hohe Geier, die zweithöchste Erhebung der Tuxer Alpen.
Noch vor dem Gipfel entschieden sie sich zur Umkehr, wurden jedoch beim Abstieg von Schneemassen erfasst.
Der 44-Jährige wurde komplett von den Schneemassen begraben, sein Begleiter nur teilweise. Dieser konnte sich eigenständig befreien und anschließend seinen Kollegen ausgraben – für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unglücksort.
Weitere Lawinenopfer – angespannte Lage im Westen Österreichs
Wie die Polizei in Fiss mitteilte, gab es ein weiteres Todesopfer durch eine Lawine. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 71-jährigen Urlaubsgast in Tirol. Der Mann war der einzige der drei Verunglückten, der kein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich hatte. Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, wie eine Sprecherin der Polizei erklärte.
Auch im Bundesland Vorarlberg kam ein Mann bei einem Lawinenabgang ums Leben. Zwar wurde er aus den Schneemassen geborgen, erlag jedoch noch am Unglücksort im Skigebiet Sonnenkopf seinen Verletzungen, wie die APA unter Berufung auf Einsatzkräfte meldete.
Im Bundesland Salzburg gingen ebenfalls mehrere Lawinen ab. Dort konnte ein 70-jähriger Skitourengeher lebend aus dem Schnee gerettet werden.
Die Lawinenlage im Westen Österreichs bleibt angespannt: In Tirol und Vorarlberg riefen die Warndienste die zweithöchste Gefahrenstufe aus.
Titelfoto: -/BERGRETTUNG SALZBURG/APA/dpa