Fünf Tote bei Lawinenabgängen in Österreich

Salzburg - In Österreich sind bei Lawinenabgängen im Pongau am Samstag fünf Menschen ums Leben gekommen.

Das Foto der Bergrettung zeigt den Lawinenabgang auf der Schmugglerscharte in Bad Hofgastein.
Das Foto der Bergrettung zeigt den Lawinenabgang auf der Schmugglerscharte in Bad Hofgastein.  © Unbekannt/BERGRETTUNG SALZBURG/APA/dpa

Einen ersten Einsatz für die Bergrettung Bad Hofgastein gab es gegen 12.30 Uhr: Eine Skitourengeherin war im Bereich der Schmugglerscharte im freien Gelände von einer Lawine verschüttet worden.

Der Ehemann der Frau hatte den Abgang gemeldet und die Rettungskette in Gang gesetzt. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, so die Einsatzkräfte. Im Einsatz waren hier neben einem Rettungshubschrauber auch die Hundestaffel der Bergrettung sowie das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes.

Gegen 14 Uhr wurde die Bergrettung erneut alarmiert: Sieben Tourengeher im Großarltal von einer Lawine erfasst. Die Schneemassen waren im alpinen Gelände im Bereich Finsterkopf abgegangen.

Teams der Bergrettung Bad Hofgastein, Bad Gastein, Dorfgastein, Großarl und Hüttschlag rückten aus. Für vier Menschen kam jede Hilfe zu spät, sie wurden tot gebogen. Eine Person erlitt den Angaben zufolge schwere Verletzungen, eine Weitere leichte Verletzungen und ein Mitglied der Gruppe blieb unverletzt.

Auch hier musste das Kriseninterventionsteam die Hinterbliebenen betreuen.

Bergrettung wart vor Lawinen in den Bergen

Nach starken Schneefällen warnt die Bergrettung vor Lawinen in den österreichischen Bergen. (Symbolbild)
Nach starken Schneefällen warnt die Bergrettung vor Lawinen in den österreichischen Bergen. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Herkunft und Alter der Opfer blieben zunächst unklar. Weitere Lawinenabgänge verliefen den Angaben nach glimpflich. So hatten Wintersportler gegen Mittag Schneebretter in Hüttschlag auf dem Plattenkogel und auf dem Frauenkogel gelöst. Verletzt wurde hier niemand.

Der Bergrettung Pongau zufolge bestand eine klare Warnung vor Lawinen für das Wochenende. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, sodass sich immer wieder Lawinen lösten.

"Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist", sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser.

In den österreichischen Alpen waren in den letzten Tagen teil ein halber Meter Neuschnee gefallen. Anfang der Woche kam bereits ein 13-jähriger Tscheche in Sportgastein bei einem Abgang ums Leben.

Titelfoto: Unbekannt/BERGRETTUNG SALZBURG/APA/dpa

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