Mehr als 30 Lawinen in Tirol: Zwei Deutsche unter den Todesopfern

Tirol - In Österreich haben Dutzende Lawinenabgänge am Mittwoch drei Menschen das Leben gekostet, wie die Polizei mitteilte. Unter den Opfern befinden sich auch zwei deutsche Staatsbürger.

Für den 44-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.  © -/BERGRETTUNG SALZBURG/APA/dpa

Laut der Notrufzentrale des Bundeslandes wurden allein in Tirol an einem einzigen Tag mehr als 30 Lawinen registriert.

So hielt sich ein 44-Jährige in den Tuxer Alpen auf, als ihn eine Lawine unter sich begrub. Gemeinsam mit einem Begleiter war der Tourengeher im Navistal unterwegs; ihr Ziel war der 2857 Meter hohe Geier, die zweithöchste Erhebung der Tuxer Alpen.

Noch vor dem Gipfel entschieden sie sich zur Umkehr, wurden jedoch beim Abstieg von Schneemassen erfasst.

Der 44-Jährige wurde komplett von den Schneemassen begraben, sein Begleiter nur teilweise. Dieser konnte sich eigenständig befreien und anschließend seinen Kollegen ausgraben – für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unglücksort.

Der zweite Deutsche starb im Bundesland Vorarlberg, der 42-jährige Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach war mit seinem 15-jährigen Sohn im Skigebiet Sonnenkopf abseits gesicherter Pisten unterwegs, wie die Polizei berichtete.

Der Vater wurde von einer Lawine mitgerissen. Sein Sohn alarmierte die Rettungskräfte, doch der Vater konnte erst nach einer Stunde gefunden werden und starb noch an der Unglücksstelle.

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Die Lawinen-Lage im Westen Österreich bleibt weiter angespannt.  © Zoom.Tirol/APA/dpa

Weitere Lawinenopfer – angespannte Lage im Westen Österreichs

Wie die Polizei in Fiss mitteilte, gab es ein weiteres Todesopfer durch eine Lawine. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 71-jährigen Urlaubsgast in Tirol. Der Mann war der einzige der drei Verunglückten, der kein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich hatte. Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, wie eine Sprecherin der Polizei erklärte.

Im Bundesland Salzburg gingen ebenfalls mehrere Lawinen ab. Dort konnte ein 70-jähriger Skitourengeher lebend aus dem Schnee gerettet werden.

Die Lawinenlage im Westen Österreichs bleibt angespannt: In Tirol und Vorarlberg riefen die Warndienste die zweithöchste Gefahrenstufe aus.

Erstmeldung 20.03 Uhr, Update 22.01 Uhr.

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