Nach verheerender Flut im Himalaya: Drei Deutsche in China weiterhin vermisst
Von Johannes Neudecker
Gyirong (China) - Unter den in China nach der Flutkatastrophe im Himalaya am Mittwoch vermissten Ausländern sind laut chinesischen Behörden auch drei Deutsche.
Das teilte die Regierung in der Autonomen Region Tibet mit, in deren Südwesten eine Sturzflut den Grenzübergang Gyirong zu Nepal verwüstet hatte.
Die Zahl der Todesopfer stieg in China demnach von 7 auf 16. Vermisst wurden noch 546 Menschen.
Ob sich damit die Zahl der vermissten Deutschen im Katastrophengebiet in Nepal und Tibet insgesamt erhöht hat oder ob es Dopplungen bei den entsprechenden Angaben der Behörden beider Seiten gibt, war zunächst unklar.
Unter anderem befand sich eine Reisegruppe mit einem nepalesischen Veranstalter am Unglückstag noch in Tibet, um den Grenzübergang Gyirong zurück nach Nepal zu überqueren, wie ein Reiseveranstalter auf Anfrage gesagt hatte.
Das Auswärtige Amt hatte bislang von einer hohen einstelligen Zahl an vermissten Deutschen in der Region gesprochen.
In Nepal galten noch acht Deutsche als vermisst. Die vermissten Ausländer stammten aus 23 Ländern, die meisten aus Nepal, wie die Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz sagten. Weitere Vermisste kamen unter anderem aus den USA (18), Großbritannien (15) und einzelne jeweils aus Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden.
Titelfoto: Rajesh Kumar Singh/AP/dpa
