Verheerende Sturzflut in Nepal: Vierköpfige deutsche Familie gerettet
Nepal - Eine vierköpfige deutsche Familie ist im Katastrophengebiet in Nepal gerettet worden.
Sie sei zusammen mit anderen Geretteten per Hubschrauber zu einem Armeecamp in Battar Bazar gebracht worden.
Dies bestätigte ein Armeesprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Unterdessen ist die Zahl der Toten nach der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge auf mindestens 543 gestiegen.
Der nepalesische Katastrophenschutz meldete am Freitag 538 bestätigte Tote. Chinesischen Staatsmedien zufolge stieg die Zahl der Toten in Tibet auf fünf.
Mehr als 1400 Menschen gelten weiterhin als vermisst, unter ihnen hunderte Ausländer. Das Bundesaußenministerium geht von "einer niedrigen zweistelligen Zahl" deutscher Staatsangehöriger aus.
"Wir bemühen uns unter Hochdruck um Sachverhaltsaufklärung", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin. Das Ausmaß der Katastrophe sei "noch sehr schwer abzuschätzen".
Gletscherabbruch als Ursache für Sturzflut in Nepal
Am Mittwoch war eine riesige Sturzflut aus Wasser, Schlamm und Geröll fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal geströmt und hatte dabei ganze Ortschaften mitgerissen.
Ursache war nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ein Gletscherabbruch. Auch die autonome Region Tibet im Nachbarland China war von der Katastrophe betroffen.
Titelfoto: Rajesh Kumar Singh/AP/dpa
