Stadt unter Wasser: Vier Tote nach heftigen Überschwemmungen
Bangkok - Die thailändische Hauptstadt steht nach tagelangem Starkregen noch immer vielerorts unter Wasser. Vier Menschen sind ums Leben gekommen.
Wie die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag mitteilte, ist die Zahl der landesweiten Todesopfer bei den seit rund zwei Wochen andauernden Überschwemmungen auf 23 gestiegen.
Am Wochenende war in Bangkok nach fast 48 Stunden ununterbrochenem Regen der Katastrophenfall ausgerufen worden.
Teile der Hauptstadt stehen aktuell noch immer unter Wasser. Die Schulen blieben den zweiten Tag in Folge geschlossen. Fast 7000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.
Die thailändische Fluggesellschaft Thai Airways hat bis einschließlich 30. September mehr als ein Dutzend Flüge gestrichen. Betroffen sind neben Inlandsverbindungen auch internationale Strecken nach Frankfurt und München.
Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben zwar geöffnet, die Anreise gestaltet sich wegen überfluteter Straßen jedoch schwierig.
Soldaten der Armee unterstützen inzwischen beim Sortieren und Ausliefern liegengebliebener Koffer.
Rund 700.000 Menschen in Bangkok betroffen
Innerhalb von 48 Stunden fielen in der Hauptstadt-Region rund 30 Zentimeter Regen. Alle 50 Bezirke des Großraums Bangkok wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren rund 329.000 Haushalte beziehungsweise 700.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen.
Inzwischen hat der Regen nachgelassen. Die Behörden arbeiten daran, das Wasser aus den überfluteten Gebieten abzuleiten. Landesweit waren zuletzt rund 1,79 Millionen Menschen von dem Hochwasser betroffen.
Das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für Thailand veröffentlicht. Reisende sollten betroffene Gebiete meiden und überflutete Bereiche wegen möglicher Strömungen und Stromschlaggefahr nicht betreten oder durchqueren.
Titelfoto: CHANAKARN LAOSARAHAM / AFP
