Sturzflut fordert Hunderte Opfer: Jetzt drohen Regenfälle in Katastrophengebiet

Von Johannes Neudecker

Peking (China) - In dem von der Sturzflut getroffenen Katastrophengebiet an der Grenze zwischen China und Nepal müssen die Rettungskräfte in den kommenden Tagen mit weiteren Regenfällen rechnen.

Die Such- und Rettungsarbeiten nach der verheerenden Sturzflut laufen weiter. Das kommende Wetter könnte die Lage erschweren.  © Skanda Gautam/ZUMA Press Wire/dpa

Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, sind für die kommenden drei Tage häufige Niederschläge zu erwarten.

Auch am Flughafen in Tingri, über den zuletzt viele Rettungskräfte und Hilfsgüter in die Nähe des Katastrophengebiets gebracht wurden, soll es demnach regnen. 

Die Region Tibet ist gerade in der noch bis September laufenden Monsunzeit Regenfälle gewohnt.

Ukraine Ukraine-Krieg: Wird Putin das Nato-Gebiet angreifen? So reagiert Trump auf Frage

Besonders starke Niederschläge könnten die Arbeit der Rettungskräfte erschweren. Auf der chinesischen Seite im Südwesten Tibets arbeiten die Rettungskräfte seit dem Unglück am Mittwoch daran, die durch die Sturzflut unpassierbar gemachte Zufahrt zum Grenzübergang Gyirong freizuräumen.

Der Grenzübergang ist in der Gebirgsregion einer der Hauptverbindungspunkte zu Nepal für Tourismus und Handel. 

Anzeige
Mit schwerem Gerät versuchen die Rettungskräfte die von der Schlammlawine überrollten Straßen freizuräumen.  © Uncredited/Xinhua/AP/dpa

In Nepal und China werden derweil immer noch mehr als 1400 Menschen vermisst. Darunter sind auch viele Touristen. Die Behörden beider Seiten bestätigten bislang insgesamt 392 Todesopfer.

Mehr zum Thema Naturkatastrophen: