Sie wollten über den Ausbruch berichten: Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau verschollen

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Von Carola Frentzen

Jakarta (Indonesien) - Fünf Journalisten und drei weitere Passagiere eines nahe dem indonesischen Vulkan Anak Krakatau verschollenen Bootes werden seit Tagen vermisst.

Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos.
Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos.  © Uncredited/BASARNAS/AP/dpa

Die Gruppe war am Montag von der Küste der Provinz Banten auf Java in See gestochen, um die jüngste Eruption des Vulkans zu dokumentieren, wie die Behörden mitteilten. Der Ausbruch des Anak Krakatau am Freitag vergangener Woche hatte den Flugverkehr in dem Inselstaat ins Chaos gestürzt und weltweit Schlagzeilen gemacht.

Bei den vermissten Journalisten handelt es sich um indonesische Staatsbürger, einer von ihnen arbeitete den Angaben zufolge für die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. An Bord waren außerdem der Kapitän, ein Besatzungsmitglied und ein Guide. 

Laut der Rettungsbehörde Basarnas gab es zuletzt am Montagnachmittag (Ortszeit) Kontakt zu der Gruppe. Örtlichen Medien zufolge hatte der Guide noch ein Foto von sich in der Nähe des Anak Krakatau verschickt.

Danach brach die Verbindung zu dem Boot ab. 

Suche durch hohe Wellen und Vulkanasche erschwert

Der jüngste Ausbruch des Vulkans in der Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java hatte den Behörden zufolge am Freitag begonnen.
Der jüngste Ausbruch des Vulkans in der Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java hatte den Behörden zufolge am Freitag begonnen.  © PVMBG via XinHua/dpa

An der Suche beteiligten sich auch das Militär, die Polizei und Fischer in der Region. Wegen gefährlicher Wetterbedingungen und hoher Wellen musste sie aber zeitweise eingestellt werden. Weil aufgrund der weiterhin in der Luft schwebenden Vulkanasche weder Hubschrauber noch Flugzeuge eingesetzt werden konnten, sollten zwei Wärmebild-Drohnen zum Einsatz kommen, wie Einsatzkoordinator Rizky Dwianto sagte.

Eine konkrete Erklärung für das Verschwinden des Bootes gibt es bislang nicht.

Das Gebiet ist allerdings derzeit besonders unruhig: Der Ausbruch des Anak Krakatau dauerte rund 25 Stunden und auch jetzt stößt er noch weiterhin in regelmäßigen Abständen Asche und Lava aus. Die indonesische Vulkanologiebehörde PVMBG hält den Vulkan deshalb auf der zweithöchsten Warnstufe drei und hat eine Sperrzone von drei Kilometern um den Krater festgelegt.

Der Ausbruch hatte zur zeitweisen Schließung mehrerer wichtiger Flughäfen auf Java und Sumatra geführt - mehr als 170.000 Passagiere waren zu Wochenbeginn betroffen.

Titelfoto: Bildmontage/Uncredited/BASARNAS/AP/dpa, PVMBG via XinHua/dpa

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