Brände in Bordeaux und Spanien: Rauchpartikel selbst über Deutschland entdeckt

Von Birgit Zimmermann

Leipzig - Rauchpartikel der ausgedehnten Waldbrände bei Bordeaux und in Spanien sind in großer Höhe bis nach Deutschland gelangt. Das haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung in Leipzig in Lasermessungen nachgewiesen.

Sonnenaufgang in Bordeaux (Frankreich): Rauchpartikel der verheerenden Brände wurde inzwischen auch über Deutschland festgestellt.  © Emma Da Silva/AP/dpa

Ungewöhnlich sei die große Höhe der Rauchschichten von zehn bis elf Kilometern, teilte das Tropos-Institut mit. Das unterstreiche das für europäische Verhältnisse große Ausmaß der Brände. 

Rauchschichten in solchen Höhen können nach Einschätzung der Klimaforscher das Klima beeinflussen. Wie stark und in welche Richtung werde derzeit in der Wissenschaft diskutiert.

"Je nach Zusammensetzung, chemischer Alterung und ihrer Wechselwirkung mit Wolken können die Partikel einfallende Sonnenstrahlung abschwächen oder verstärken", erläuterte das Tropos-Institut.

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Die Forscher beobachteten die Rauchpartikel in den Nächten vom 28. bis 30. Juli über Leipzig.

Sie konnten zurückrechnen, dass sich die Luftmassen 15 Stunden zuvor über den Brandgebieten bei Bordeaux und 24 Stunden über Spanien befunden hatten.

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Beschleunigt der Rauch die Klimaerwärmung?

Die Rußpartikel reflektierten einerseits das Sonnenlicht. Andererseits absorbierten sie aber auch einen Teil davon – und erwärmten sich und die Atmosphäre. Zudem förderten sie die Bildung hoher Eiswolken, die ebenfalls eher klimaerwärmend wirkten. Der Rauch komme zur Wirkung der Treibhausgasemissionen der Feuer noch hinzu.

"In der Atmosphärenforschung wird deshalb momentan diskutiert, wie groß der Einfluss der Waldbrände auf das globale Klima inzwischen ist und ob Rauch von Waldbränden ein Beschleunigungsfaktor für die globale Erderwärmung sein könnte", erläuterten die Wolkenforscher.

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