"Kritische Phase": Heftige Waldbrände wüten weiter, EU schickt Hilfe

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Spanien - Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände, die westlich von Madrid wüten, hat Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska (64) ein gemischtes Fazit gezogen.

Ein verbranntes Gebiet in La Vall d'Uixo, 55 Kilometer nordöstlich von Valencia.
Ein verbranntes Gebiet in La Vall d'Uixo, 55 Kilometer nordöstlich von Valencia.  © JOSE JORDAN / AFP

Dank des enormen Einsatzes der Helfer konnten Fortschritte bei der Bekämpfung des Feuers erzielt werden, sagte Grande-Marlaska am Dienstag in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Dennoch befänden sich die Arbeiten zur Brandbekämpfung "in einer kritischen Phase".

"Heute können wir etwas beruhigter sein, insbesondere angesichts der Wetterbedingungen, die uns in den kommenden Stunden erwarten", fügte der Minister hinzu.

Ab Mittwoch werden dem Wetterdienst zufolge allerdings wieder steigende Temperaturen und auffrischende Winde erwartet, weshalb sich die Situation dann wieder verschlechtern könnte. Die neue Hitzewelle soll demnach bis Ende der Woche andauern.

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Die Präsidentin der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso (47), äußerte sich optimistisch. Die Lage "bei den Waldbränden bessert sich allmählich", erklärte sie. "Wir können heute optimistischer sein und mit der Planung der sicheren Rückkehr der Bewohner in mehrere Gemeinden beginnen."

Die EU hatte am Montag erklärt, weitere Flugzeuge zur Brandbekämpfung nach Spanien zu schicken.

Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen Tag und Nacht gegen die Flammen - wie hier in der Nähe von Cebreros in der Provinz Ávila.
Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen Tag und Nacht gegen die Flammen - wie hier in der Nähe von Cebreros in der Provinz Ávila.  © Manu Fernandez/AP/dpa
Vom Waldbrand völlig zerstörte Freizeitboote in Pelayos de la Presa in der Provinz Madrid.
Vom Waldbrand völlig zerstörte Freizeitboote in Pelayos de la Presa in der Provinz Madrid.  © Manu Fernandez/AP

Waldbrände in Spanien: Mehr als 60.000 Menschen in Sicherheit gebracht

"Derzeit sind neun Luftfahrzeuge vor Ort im Einsatz und morgen werden es elf sein - bereitgestellt aus unserer europäischen strategischen Reserve", erklärte EU-Kommissarin Hadja Lahbib (56) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden bislang mehr als 60.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht, fast die Hälfte von ihnen in der Region um die Hauptstadt Madrid. Seit Jahresbeginn sind demnach bereits 175.000 Hektar Land verbrannt - das ist das Sechsfache der vernichteten Fläche im Vorjahreszeitraum.

Titelfoto: Manu Fernandez/AP/dpa

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